Neue Schulstandorte und ein Begegnungszentrum
Der Gemeinderat von Klosters hat am Donnerstag eine Gemeinderatssitzung durchgeführt. Im Rahmen der Sitzung wurden drei Projekte und vier formelle Geschäfte besprochen, wie die Gemeine in einer Mitteilung schreibt. Unter anderem ging es um das geplante Begegnungszentrum im alten Primarschulhaus Klosters Platz. Stefan Steiner, Regionalentwickler Davos/Klosters, sowie Ueli Marugg, beauftragter Architekt, informierten zusammen mit einer Arbeitsgruppe den Gemeinerat über das Vorprojekt. Für dieses habe man sich beim Ideenwettbewerb im Sommer 2019 entschieden.
Das Projekt sehe vor, das alte Primarschulhaus Klosters Platz teilweise zu sanieren, aber doch so gut wie möglich zu erhalten, heisst es weiter. Genutzt werden soll das Gebäude vielfältig. Im Erdgeschoss sind ein Indoorspielplatz sowie ein Aufenthaltsbereich mit Café und Bar geplant. Im ersten Obergeschoss soll eine analoge und virtuelle Spielwelt mit einer Ludothek entstehen. Das zweite Obergeschoss wiederum soll für Ausstellungen genutzt werden und im dritten Obergeschoss ist ein Coworking Space geplant. Dieser umfasst laut den Verantwortlichen in einem ersten Schritt sieben Büros, die erweitert werden können. Nebst den Büros seien schalldichte Bereiche und Sitzungszimmer vorgesehen.
Gemäss Mitteilung ist das Projekt bei der Gemeinderatssitzung auf positives Echo gestossen. Die festgelegten Termine seien jedoch sehr ambitioniert. Vorgesehen ist, dass im Winter 2020/2021 an der Urne darüber entschieden und im Jahr 2022 das Projekt realisiert wird. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 2,3 Millionen Franken.
Neuorganisation der Schulstandorte
Nebst dem Begegnungszentrum war auch die Neuorganisation der Schulstandorte ein Thema an der Gemeinderatssitzung. Bereits am 1. Oktober hat der Schulrat entschieden, die Schulstandorte in der Gemeinde Klosters neu zu organisieren. Grund dafür sei unter anderem der Rückgang der Schülerzahlen, heisst es in der Mitteilung. Die Kindergärten sollen aber mittel- bis langfristig an den fünf Schulstandorten (Saas, Serneus, Klosters Dorf, Klosters Platz und mit Vorbehalt Monbiel) weitergeführt werden.
Die Primarschule bleibt nur noch an den Standorten Klosters Platz und Serneus bestehen, solange es die Kapazitäten zulassen. Dabei ist vorgesehen, dass die Kinder aus Saas die Primarschule in Serneus besuchen und die Primarschüler aus Klosters Dorf in Klosters Platz zur Schule gehen. Aufgrund der schwankenden Schülerzahlen müsse die Situation aber immer wieder neu beurteilt werden. Der Schulrat überprüft dafür jährlich die Klassenzusammenstellung und nimmt, wenn nötig, Anpassungen vor, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Gemeinderat habe diese Entscheidung diskussionslos zur Kenntnis genommen. (paa)