Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück, Klopp steht bereit
Julian Nagelsmann ist nicht mehr deutscher Bundestrainer. Vier Tage nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinal gegen Paraguay verkündet er seinen Rücktritt. Als Nachfolger steht Jürgen Klopp bereit.
Unmittelbar nach der blamablen 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Paraguay hatte Nagelsmann einen Rücktritt noch ausgeschlossen. «Ich bin keiner der wegläuft», sagte der 38-Jährige im Stadion in Foxborough in den USA. Nun hat er seinen Entscheid revidiert. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll ihm dieser Schritt von der DFB-Spitze während eines Krisentreffens am Donnerstag nahelegt worden sein.
«Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht», erklärte Nagelsmann, der im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten hatte, in einer Mitteilung des Deutschen Fussballbundes DFB. Der Entscheid sei ihm alles andere als leichtgefallen. «Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.»
Klopp in den Startlöchern
Sein Nachfolger steht offenbar bereit. «Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert», liess der DFB verlauten.
Für Klopp wäre es der erste Job als Nationaltrainer. Aktuell arbeitet der frühere Erfolgscoach von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Chefstratege der Fussballabteilung von Red Bull. Derzeit ist der 59-jährige Klopp als Experte für MagentaTV in Nordamerika im Einsatz.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler meinte zu Nagelsmanns Rücktritt: «Nach dem für ausnahmslos alle enttäuschenden WM-Aus verdient Julians Entscheid unseren Respekt. Weil er Verantwortung übernimmt, wo er gerne weiter gestalten würde und die Nationalmannschaft als Ganzes über die eigene Person stellt.» Über die Zukunft von Völler äusserte sich der DFB nicht.