Nadine Riesen sucht in England den aggressiveren Fussball
Nadine Riesen gehört zum festen Bestandteil des Schweizer Nationalteams. Im Sommer hat sie zu West Ham gewechselt, wo sie einen weiteren Schritt machen möchte.
Spätestens seit dem Sommer 2025 kennt die Fussballschweiz Nadine Riesen. Die Ostschweizerin begeisterte am Turnier mit ihrer kämpferischen Art, mit ihrem Herzblut, als Sympathieträgerin.
Es passte, dass ausgerechnet Riesen, die als rechte oder linke Aussenverteidigerin spielt, das erste Schweizer Tor an der EM erzielte. Kaum eine rannte so unermüdlich auf und ab wie Riesen, jubelte so herzlich mit all ihren Teamkolleginnen. Es sind die Szenen, die vom Eröffnungsspiel in Erinnerung blieben. Dass die Partie mit 1:2 verloren ging? Nebensache.
Kaum in England schon Stammspielerin
Etwas mehr als ein Jahr später ist bei Riesen viel passiert. Vom Bundesliga-Verein Eintracht Frankfurt wechselte sie in die englische Women's Super League. In London steht sie seit diesem Sommer bei West Ham United unter Vertrag, etablierte sich innert kürzester Zeit als Stammspielerin.
«Es macht mega Spass. London ist eine coole Stadt und auch bei West Ham gefällt es mir sehr gut bis jetzt», sagt Riesen strahlend, betont aber auch, dass es leistungsmässig besser laufen könnte. Aus fünf Spielen resultierten ein Sieg und vier Niederlagen – aktuell liegt das Team auf dem 11. Platz der höchsten englischen Liga, in der 14 Equipen spielen.
Intensiver und aggressiver
«Bei Frankfurt waren wir jeweils das dominantere Team, hier ist das etwas anders. Wir müssen es einfach noch schaffen, das gewisse Etwas auf den Platz zu bringen.» Ganz grundsätzlich tue es ihr aber gut, dass der Fussball in England schneller, intensiver und aggressiver ist. «So habe ich es mir erhofft. Ich hoffe, mich hier nochmals weiterentwickeln zu können.»