Nadine Fähndrich krönt ihren eigenen Weg mit Olympia-Silber
Mit Olympia-Silber krönt Nadine Fähndrich ihre Karriere. Die Luzernerin wird für ihren eigenen Weg belohnt, sowohl sportlich als auch persönlich.
Fähndrich veredelte ihre Laufbahn mit Olympia-Silber und fand im Ziel grosse Worte und grosse Erleichterung. Nach schwierigen Tagen, internen Diskussionen und einem mutigen Entscheid im Sommer 2024 erhielt die 30-Jährige den verdienten Lohn. «Es ist unglaublich. Es ist wunderschön, dass es nun so endet», sagte sie wenige Minuten nach dem Coup ins Mikrofon von SRF. «Es waren nicht einfache Tage zuletzt. Nun spüre ich eine riesengrosse Erleichterung.»
Frust bewältigt
Mit diesen Sätzen sprach Fähndrich gleich drei Themen an. Da war zunächst der Frust nach dem Einzel-Sprint in klassischer Technik. Als Co-Favoritin gestartet, schied sie überraschend in den Viertelfinals aus. Viele Menschen hätten sie danach wieder aufbauen müssen, erzählte sie und richtete einen ausdrücklichen Dank an ihr Umfeld.
Es ist ein Déjà-vu: Schon an der WM 2021 in Oberstdorf misslang ihr der Einzel-Sprint, ehe sie im Team-Sprint nach Vorarbeit von Laurien van der Graaff Silber gewann. Auch diesmal folgte auf die Enttäuschung die Reaktion. Im Team-Sprint in Val di Fiemme lief sie gemeinsam mit Nadja Kälin zu Olympia-Silber.
Im Vorfeld sorgte diese Nomination allerdings für Unruhe. Kälin erhielt den Vorzug gegenüber Anja Weber, die eigentlich als stärkere Sprinterin gilt. Der Team-Sprint liegt allerdings mit seinen drei intensiven Runden physisch zwischen Sprint- und Ausdauer-Format, eine heikle Gratwanderung. Der Druck sei spürbar gewesen, räumte die Bündnerin ein. «Er kam von aussen und vom mir. Ich habe gewusst, ich muss einfach dran bleiben.»
Kein taktisches Rennen