Nachtbus-Passagiere in Landquart «gestrandet»
Eine Gruppe Jugendlicher aus dem Prättigau und Davos, welche die Schlagerparty in Chur besuchte, nahm in Chur um 1.20 Uhr den Nachtbus N13. Vom Anschlussbus in Landquart sah die Gruppe jedoch nicht einmal mehr die Rücklichter: Die Verbindung BEV um 1.45 Uhr wartete den Churer Bus nicht ab, sondern fuhr zur angegebenen Zeit los. Dies bedeutete für einen Familienvater aus Saas, in der Nacht nach Landquart zu fahren, wie er gegenüber dieser Zeitung schilderte: «Nachdem ich schliesslich selbst losfahren musste, um den fehlenden Service von RhB und Postauto zu ersetzen, kreuzte ich das Postauto um 2.05 Uhr in Fideris – es war leer.»
Der Familienvater aus Saas ist empört über den Vorfall: «Wie kann es sein, dass man einen ganzen Bus voller Jugendlicher, die ins Prättigau und bis nach Davos mussten, mitten in der Nacht in Landquart stranden lässt? Die nächste Verbindung ist erst um 5.50 Uhr – stellen Sie sich vor, es wäre Winter und –5°C? Ich habe Verständnis für den Personalmangel und die wirtschaftlichen Herausforderungen, die auf den öffentlichen Verkehrsmitteln lasten. Dennoch kann es nicht sein, dass ein solches Angebot nicht zuverlässig umgesetzt wird, oder sie streichen es.»
Der zuständige Medienverantwortliche erklärte, man arbeite daran, damit dieser Fall lückenlos geklärt werden könne: «Die Abklärung der Situation gestaltet sich komplexer als gedacht, da in diesem Fall drei Transportunternehmen impliziert sind, Bus und Service AG (Stadtbus Chur), PostAuto und die RhB).»