In Erinnerung an Marianne Frey-Hauser
In den 1950er- und 60er-Jahren war Marianne Frey-Hauser eine passionierte Lehrerin. 1969 wechselte sie zur Schweizerischen Bankgesellschaft SBG, heute UBS. Für sie war klar, sie wollte Karriere machen. 1980 wurde sie Vizedirektorin, 1983 übernahm sie die Leitung der Zolliker SBG-Agentur. 1985 folgte dann die Ernennung zur stellvertretenden Direktorin, 1990 zur Direktorin. Fast zehn Jahre leitete sie die Niederlassungen in Zollikon, Zollikerberg und Zumikon. Die Zolliker SBG wuchs unter ihrer Leitung mit ihren rund 70 Mitarbeitenden zu einer der bedeutendsten Niederlassungen im Raum Zürich.
Marianne Frey-Hausers wichtigstes Ziel war immer, den Menschen im Mittelpunkt hoch zu halten. Ihre Filialen waren Begegnungszonen. Mit Anlageseminaren für Frauen gewann sie vermögende Kundinnen. Weil sie nicht – wie vorgesehen – in die Generaldirektion gewählt wurde, kündigte sie ihre Direktionsstelle und siedelte mit ihrem frisch pensionierten Gatten nach Davos über.
Zwischen 2006 und 2011 arbeitete sie erfolgreich als engagierte Journalistin und geschätzte Kulturvermittlerin. Unvergessen sind ihre durchaus auch kritischen Kunstberichte und die engagierten Portraits. Die «Davoseri» wusste ihre Fähigkeiten zu schätzen und die Davoserinnen und Davoser schlossen sie sehr schnell ins Herz.
Nach dem Tod ihres Ehegatten haderte sie mit dem Älterwerden und kehrte wieder nach Zollikon zurück, wo sie am 12. September 2024 starb. Viele Hiesige denken noch immer an sie und behalten sie in bester Erinnerung.
Die Redaktion der Davoser Zeitung