Nachhaltigkeit bei Immobilien zum Thema machen
von Renato Faoro, eidgenössisch diplomierter Betriebswirtschafter HF und Mitglied des Kaders bei Remax, Region Chur
Knapp 25 Prozent aller Treibhausgashausemissionen in der Schweiz stammen von Gebäuden. Wenig erstaunlich, dass darum bei Neubauten und Sanierungen Nachhaltigkeitskriterien stark im Fokus stehen. In erster Linie geht es dabei um eine Reduktion der umweltschädlichen CO2-Emissionen: Etwa durch eine bessere Wärmedämmung, eine Umstellung des Heizsystems zu erneuerbaren Energieträgern und generell einen geringeren Energieverbrauch.
Als Musterbeispiel bezüglich Nachhaltigkeit gilt etwa «Greencity», ein Stadtquartier in Zürich. Bei dieser Überbauung wurden nicht nur die Energiekosten auf ein Minimum reduziert und die Versorgung aus rein erneuerbarer Energiequelle sichergestellt.
Nachhaltigkeit wurde auch im Sinne von hoher baulicher Dichte, guter ÖV-Erschliessung, bereitgestelltem Begegnungsraum und gleichzeitiger Nähe zur Natur verstanden.
Gute Gründe für Nachhaltigkeit
Wer also bei seiner eigenen Immobilie auf Nachhaltigkeit achtet, profitiert in der Regel direkt davon – aus unterschiedlichen Gründen.
Rechtliche Unsicherheiten beseitigen
Die Agenda 2030 des Bundes zeichnet den Weg vor zu einer massiven Reduktion des CO2-Ausstosses. Die Regulatorien in diesem Gebiet verschärfen sich zunehmend. So hat der Kanton Zürich im November 2021 dem neuen Energiegesetz zugestimmt, welches etwa den Ersatz von Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen verlangt.
Abhängigkeiten abbauen
Der Konflikt in der Ukraine zeigt, dass eine zu starke Abhängigkeit von Öl und Gas gefähr-lich sein kann. Innert kürzester Zeit sind die Heizkosten massiv angestiegen. Wer zumindest teilweise auf erneuerbare Energien setzt, ist den Preisschwankungen fossiler Brennstoffe weniger ausgesetzt.