Nach den Auswärtsküren folgt die Heimpflichtaufgaben
Nach dem erfolgreichen Start in die Nations League bestreitet das Schweizer Nationalteam am Samstag sein erstes Heimspiel. Gegen Slowenien kommt es zum Spitzenkampf.
Es wird laut, als die Schweizer Nationalspieler den kurzen Weg von der Garderobe im Luzerner Stadion zum Nebenplatz machen. Ein paar Kinder und Jugendliche haben mitbekommen, dass an diesem Freitagvormittag noch ein Abschlusstraining auf dem Plan steht. So erhaschen sie einen kurzen Blick auf ihre Idole, viel mehr ist ihnen jedoch nicht vergönnt. Denn wie üblich werden die Gitter um den Platz mit mehr oder weniger blickdichten Tüchern verhängt. Schliesslich sollen vor dem Spitzenkampf in Luzern keine Schlüsse auf Taktik oder Aufstellung gezogen werden können.
Dabei ist die Schweiz so stark in die Kampagne gestartet, dass die Geheimniskrämerei kaum nötig erscheint. Mit den klaren 3:0-Auswärtserfolgen in Skopje und Glasgow hat das Team von Murat Yakin dem gesteckten Ziel «Direkter Wiederaufstieg» auch Taten folgen lassen. Nun folgen die Pflichtaufgaben vor heimischem Publikum.
Slowenien, der Gegner vom Samstag, ist mit zwei Punkten Rückstand der erste Verfolger der Schweizer. Diese könnten mit einem Heimsieg den Vorsprung auf fünf Zähler ausbauen und hätten damit nach der Hälfte der Gruppenspiele ein komfortables Polster. Am Dienstag folgt das zweite Heimspiel gegen Nordmazedonien.
«Die Jungs arbeiten wirklich hervorragend»
Von den verschiedenen Szenarien, wie der Aufstieg bereits am Dienstag feststehen könnte, wollte Trainer Murat Yakin noch nichts wissen. «Dafür ist es zu früh», sagte er. Wichtig sei nun, die gute Ausgangslage nicht leichtfertig zu verspielen. Dass Slowenien ein zäher Gegner sein kann, hat er selbst noch im letzten Herbst erlebt, als sein Team auswärts nicht über ein 0:0 hinauskam. Auch am Samstag erwarten die Schweizer einen defensiv eingestellten Gegner, der offensive Nadelstiche setzen möchte.