Nach dem Katzenjammer beginnt die Aufforstung
Von Franz Feldmann
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als Sturm «Burglind» über die Region zog, teils mit verheerender Wirkung auf die Wälder. So musste der Buechberg bei Uznach wegen Räumungsarbeiten monatelang für die Öffentlichkeit gesperrt werden. «Bei 150 Stundenkilometern Wind liegt einiges flach», sagt Toni Diethelm, der als Revierförster für den im Kanton Schwyz gelegenen Wald zuständig ist.
Um eine Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern und die Sicherheit im Wald wieder zu gewährleisten, wurde das herumliegende Holz zum grossen Teil so schnell als möglich abtransportiert. «Ein geringer Teil, etwa 30 Prozent, wird liegen gelassen, damit Insekten und Pilze im Wald genug Platz und Nahrung haben», so Diethelm weiter. Der Rest wird weggebracht. Wie hoch der von «Burglind» angerichtete Schaden inklusive Folgeschäden genau ist, weiss der Förster noch nicht.
Der Borkenkäfer schlug zu
Erst im März wird die Forststatistik im Kanton Schwyz erstellt. Bis dahin müssen noch viele Daten zusammengetragen werden. Zu den Sturmschäden hinzu kommen die Verheerungen, die der Borkenkäfer im Sommer trotz des schnellen Räumens angerichtet hat. «Vor ‹Burglind› hatten wir praktisch keinen Borkenkäferbefall auf dem Buechberg gehabt. Was dann folgte, war unheimlich», erzählt Diethelm.