Nach anhaltenden Unstimmigkeiten: Peter Peyers Departement informiert
Der unabhängige Bericht der Beratungsfirma Conaptis GmbH mit Sitz in Zürich kommt laut einer Mitteilung zum Schluss, dass die Unstimmigkeiten bei der Mütter- und Väterberatung bereits im Vergabeprozess des Leistungsauftrags ihren Anfang genommen haben. Bei allen Beteiligten wurden Verletzungen hervorgerufen, welche bis heute nicht abgeheilt seien. Im Bericht wird weiter ausgeführt, dass sowohl Vorstand und Leitung wie auch die Mütter- und Väterberaterinnen viel unternommen hätten, um die Situation bei der Mütter- und Väterberatung zu verbessern. Alle hätten nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und aus ihrer Optik das Richtige getan. Von Beginn an seien immer wieder Optimierungen und Anpassungen angestrebt und umgesetzt worden.
Gleichwohl hätten sich das Befinden und die Zufriedenheit nicht verbessert. Es sei eine Dynamik und Ratlosigkeit entstanden, welche für alle Beteiligten sehr belastend seien und das Befinden empfindlich beeinträchtigten. Der Bericht führt zum Schluss, dass eine Verbesserung der Situation nur durch einen erkennbaren Neustart zu gewährleisten ist.
Seit 2016 ist der Kanton zuständig für die unentgeltliche Beratung der Mütter und Väter beziehungsweise der erziehungsberechtigten Personen in der Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern. Die Regierung hat den Verein KJBE (Fachstelle für familienergänzende und familienunterstützende Angebote) mit dem Auftrag zur Durchführung der Mütter-und Väterberatung (MVB) im Kanton Graubünden betraut.
Auswertung als nächster Schritt
Wie das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG) in der Mitteilung weiter schreibt, hat man im Anschluss an die Präsentation der Berichtsergebnisse alle Beteiligten zu den notwendigen Massnahmen für einen solchen erkennbaren Neustart befragt. Die Beratungsfirma Conaptis GmbH werde diese Rückmeldungen in einem nächsten Schritt zuhanden des Departements auswerten und zusammenstellen.
Im Anschluss werde das Departement die entsprechenden, notwendigen Massnahmen in die Wege leiten. Im Vordergrund stehe für das DJSG auch während diesem nächsten Prozessschritt die Sicherstellung einer hochstehenden Beratungsqualität für die Familien in Graubünden. (ham)