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Schweiz und Welt

Muss die Ems-Chemie ihre Deponie sanieren?

Südostschweiz
14.10.2020, 14:03 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Ende der 1990er-Jahre fand der Kanton im Grundwasser unterhalb der Ems-Chemie Spuren der krebserregenden Chemikalie Trichlorethylen. Seit langem laufen deshalb Untersuchungen, inwiefern die Deponie des Unternehmens dafür verantwortlich ist. In der Nähe des Werkgeländes sei die Konzentration bei den Messungen der letzten Jahre angestiegen, wie Radio SRF berichtet.

Ein externes Büro habe 2005 im Auftrag der Ems-Chemie erste Antworten auf die Frage geliefert. Diese Antworten liegen SRF nun in einer geschwärzten Fassung vor. Die Gutachter hatten demnach auf dem Gelände der Ems-Chemie 18 mögliche Altlasten identifiziert. «Die vorhandenen Grundwasserdaten zeigen, dass das Grundwasser im oberen Churer Rheintal belastet ist», soll es im Bericht heissen.

Entscheid über Sanierung soll im Herbst 2021 fallen

Seit 15 Jahren würden unterdessen entsprechende Abklärungen laufen. Auf den Vorwurf der SRF-Redaktorin, das Geschäft sei liegengeblieben, wiegelt Remo Fehr, Leiter des Amts für Natur und Umwelt ab. Von der Deponie gehe keine Gefahr für das Trinkwasser aus. Er führt fehlende personelle Ressourcen für die Verzögerung der Abklärungen an. Andere Projekte seien prioritär gewesen.

Diesen Frühling führte das Unternehmen auf Geheiss des Kantons weitere Messungen durch. Auch hier liegen mittlerweile die Ergebnisse vor. Gefunden wurden Spuren diverser Chemikalien, darunter Trichlorethylen und Vinylchlorid. Im Herbst 2021 will das zuständige Amt entscheiden, ob die Deponie saniert werden muss. Die Ems-Chemie geht gemäss SRF nicht davon aus. (so)

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