Weltcup Lenzerheide: Nino Schurter gewinnt und fährt zum Rekord
Es war angerichtet für Nino Schurter. Und die Last, die dem Bündner von den Schultern fiel, war spürbar. Der Mountainbiker hat mit seinem Heimsieg in Lenzerheide Mountainbike-Geschichte geschrieben. Schurter und sein langjähriger Dauerrivale Julien Absalon lagen lange gleichauf bei 33 Weltcupsiegen, beim Rennen in Petrópolis im April 2022 erreichte Schurter ebenfalls diese historische Marke.
Nun hat Schurter den Rekord ganz für sich allein. Und das wohl für eine längere Zeit. Der Franzose hat sich nämlich mittlerweile vom Profisport verabschiedet. «Es war unglaublich», erzählt Schurter völlig aufgelöst nach dem Rennen. «Ich will mich nie zu früh freuen, auf den letzten Metern bin ich sogar nochmals gestürzt.» Es hat am Ende aber gereicht und das haben ihn die 32'000 Zuschauer und Zuschauerinnen hören und spüren lassen.
Unter Tränen fuhr Schurter ins Ziel ein und bedankte sich erst noch beim Publikum. «Das Publikum hat mich heute die ganze Zeit getragen.» Schurter wurde auch schon vor dem Rennen emotional, als er Samstagabend mit den Veranstaltenden sprach «Wir haben gestern noch mit den Veranstaltenden geredet und es wird wahrscheinlich mein letzter Weltcup sein hier in Lenzerheide. Da sind mir gleich die Tränen gekommen.»
Nino Schurter: Ein tränenreicher Abschied von Lenzerheide
Sarrou und Braidot mit Crash
Schurter startete mit einem hohen Tempo ins Rennen und setzte sich bald mit einer Spitzengruppe ab. Von den verbliebenen Konkurrenten konnte sich Schurter in der vierten von sieben Runden entledigen, nachdem sich Jordan Sarrou und Daniele Braidot bei einem Zusammenstoss gegenseitig bremsten.