Laufsport-Begeisterte starteten international
Ultraathlet Marc Casty startete morgens um 7 Uhr in Fiesch «Swiss Alps 100 Endurance Run», der über 100 Kilometer führte. Zudem galt es, nicht weniger als 6250 Höhenmeter hinter sich zu bringen. «Die tolle Strecke dem Aletschgletscher entlang, über zwei Hängebrücken und sogar hinauf auf das Breithorn. Das Zeitlimit beträgt 27 Stunden, und wenn man die Strecke unter 22 Stunden schafft, bekommt man ein Los für die Verlosung eines Startplatzes am ältesten 100 Meilenrennen der Welt, dem ‹Western States Endurance Run› in Kalifornien (USA). Dieses Los zu erhalten, war mein grosses Ziel, und ich habe es tatsächlich geschafft! Ich belegte mit 21:43.53 Stunden den 52. Rang, womit ich sehr zufrieden bin. Die Strecke war extrem schön, aber brutal happig mit steilen ‹uphills› und ‹downhills›. Knapp 40 Prozent der Teilnehmenden mussten das Rennen, hauptsächlich aufgrund der Hitze, vorzeitig beenden», fasst Casty seine Erlebnisse zusammen.
«Berggemse» Alexandra Wallimann
Alexandra Wallimann, die auch regelmässig mit schnellen Zeiten am Repower Seelauf glänzt, startete um 11 Uhr in Sierre zum Berglauf Sierre – Zinal, ebenfalls im Herz der Walliser Alpen. Sierre – Zinal gehört zu den vier grössten Rennstrecken der Welt. Darum waren extrem viele internationale Topathletinnen und -athleten am Start. «Auf uns wartete eine Strecke von 31 Kilometern mit 2200 Metern Anstieg und 1100 Metern Abstieg. Der steile Anstieg am Anfang hat mir eigentlich gut gefallen, doch die Hitze zwang mich leider schon sehr früh in die Knie, und ich musste ein langsameres Tempo einschlagen. Es überholten mich dann immer mehr Läuferinnen, und ich büsste einige Plätze und viel Zeit ein. Doch ich wollte unbedingt das Ziel in Zinal erreichen, und das habe ich schlussendlich auch geschafft. Ich wurde bei den ‹Elite-Frauen 35› in einer Zeit von 3:33.19 Stunden siebtbeste Schweizerin», sagt Wallimann.