Mit etwas Mühe das erste Zwischenziel erreicht
Mit dem Gruppensieg befindet sich das Schweizer Nationalteam an der WM auf dem erhofften Kurs – wenn auch nicht alles reibungslos abgelaufen ist. Folgendes ist in der Gruppenphase aufgefallen.
Manzambi ist unverzichtbar
Drei Tore, ein Assist: Das sind die blanken Zahlen, die allein schon eindrücklich wären. Aber Johan Manzambi tat noch viel mehr für das Schweizer Offensivspiel. Der 20-Jährige bringt ein Überraschungselement ein, das den Schweizern sonst oft fehlte. Oder wie es Abwehrchef Manuel Akanji ausdrückt: «Er kann aus Situationen, die wenig aussichtsreich erscheinen, oft noch etwas Spezielles kreieren.»
Dass Manzambi im dritten Spiel vom Joker in die Startaufstellung befördert wurde, habe er sich durch seine Leistungen verdient, sagte Yakin: «Seit einem Jahr zeigt er konstant starke Leistungen und seine Abschlussquote ist beeindruckend.» Nachdem er zuvor noch bemängelt hatte, Manzambi müsse defensiv disziplinierter werden, lobte Yakin nach dem Spiel gegen Kanada explizit die Defensivarbeit des Freiburg-Legionärs.
Zwar hält der Trainer fest, dass er vor jedem Spiel neu entscheide, wer am besten für die Startaufstellung geeignet sei, dennoch scheint klar: Ob als Zehner oder auf dem Flügel – derzeit führt kein Weg am jungen Genfer vorbei.
Okafor droht ein Déjà-vu
Neben den beiden Ersatzgoalies haben drei der 23 Feldspieler noch keine WM-Minute erhalten: die Verteidiger Eray Cömert und Aurèle Amenda sowie der Angreifer Noah Okafor. Beim 26-jährigen Okafor werden Erinnerungen an die letzte EM wach, als er in fünf Spielen nie zum Einsatz kam und seinen Ärger darüber nicht verbarg.
Als Okafor später seine Rolle im Nationalteam öffentlich kritisierte, kam es zur Aussprache mit Murat Yakin. Okafor entschuldigte sich daraufhin beim Team und wurde wieder integriert. Auch, weil der Angreifer von Leeds United in der Premier League mit acht Treffern eine starke Saison gespielt hatte. Und nun?