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Schweiz & Welt

Mit einem Knall soll die Gefahr gebannt werden

Südostschweiz
13.11.2019, 10:28 Uhr
heute um 12:10 Uhr

Im August hat es in grossen Teilen von Graubünden ungewöhnlich stark geregnet und es kam zu heftigen Gewittern. Auch die Surselva blieb von den Unwettern nicht verschont.  Unter anderem kam es gleich zu zwei Felsstürzen oberhalb der Valserstrasse. Wie das Tiefbauamt Graubünden nun mitteilt, wurden damals neben den lokalen instabilen Felsen auch ein grösseres Felspaket festgestellt, das nicht stabil ist.

Der Felsblock liege in einer Höhe von 60 Metern über der Valserstrasse, rund 1000 Meter nördlich vor Peiden Bad, und sei fast vollständig vom dahinterliegenden Felsen abgetrennt. Mit einem Absturz innerhalb der nächsten Jahren müsse gerechnet werden.

Damit es nicht so weit kommt, ergreift das Tiefbauamt Massnahmen. Da die Felsmasse von etwa 300 Kubikmetern nicht mehr gesichert werden könne, müsse sie abgetragen werden, heisst es weiter.. Dies soll mit einer kontrollieren Sicherheitssprengung erfolgen.

Strassen gesperrt

Die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung haben bereits vor wenigen Wochen begonnen. Zum Knall kommen soll es dann am Dienstag, 19. November, gegen 21 Uhr. Wer die Sprengung verfolgen möchte, kann dies laut Mitteilung tun. Aber nur beschränkt und aus grösserer Distanz vom Gegenhand beim Dorf Peiden.

Das Tiefbauamt setzt die Valserstrasse in den laufenden Jahren etappenweise instand. Auch während und nach der Sprengung werden die Bauarbeiten zu spüren sein. Die betroffenen Strassenabschnitte der Valser-, Duviner- und Peidenstrasse werden während der Sprengung kurzzeitig gesperrt. Im Baustellenbereich bleibt die Valserstrasse während den darauffolgenden Nächten für Nachräumarbeiten gesperrt, kann aber bei plangemässer Sprengung während dem Tag für den Verkehr freigegeben werden. Für Fahrzeuge bis 18 Tonnen besteht während der Nachtsperren eine signalisierte Umfahrungsmöglichkeit über Peiden / Valgronda. (rac)

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