Mercedes verkauft weniger – aber deutliches Plus bei E-Autos
Erneuter Absatzrückgang bei Mercedes-Benz. Grund dafür sind die miesen Geschäfte in China. Bei dem zuletzt gebeutelten Stuttgarter Autobauer gibt es aber auch Lichtblicke.
Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Autobauer verkaufte im zweiten Quartal 511'900 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Ausserhalb Chinas habe der Gesamtabsatz um drei Prozent zugelegt.
Der Pkw-Absatz sank um acht Prozent auf 417'800 Fahrzeuge. Hier verhagelte das China-Geschäft (minus 30 Prozent) die Statistik. Den Rückgang führt das Unternehmen unter anderem auf intensiven Wettbewerb, die zurückhaltende Verbraucherstimmung sowie die schrittweise Einführung neuer Modelle zurück. Die Herausforderungen hätten sich im zweiten Quartal verstärkt, insbesondere bei Verbrennern. In wichtigen westlichen Märkten verzeichne man Wachstum, darunter Nordamerika (plus 13 Prozent) und Europa (plus vier Prozent).
E-Autos mit deutlichem Plus
Die Nachfrage nach E-Autos mit dem Stern zog aber deutlich an. Im zweiten Quartal verkauften die Schwaben weltweit 52'900 vollelektrische Fahrzeuge (BEV) – ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Europa stieg der E-Auto-Absatz sogar um 87 Prozent. Damit war in dem Zeitraum rund jeder achte verkaufte Pkw von Mercedes ein E-Auto. Vertriebsvorstand Mathias Geisen teilte mit: «Unsere grösste Modelloffensive gewinnt weiter an Dynamik.» Die Nachfrage nach den neuen Elektro-Modellen sei ausserordentlich stark.
Die Van-Sparte verzeichnete ein Absatzplus von einem Prozent. Von April bis Juni verkaufte Mercedes 94'100 Fahrzeuge. Auch hier zog der Absatz von E-Vans deutlich zweistellig an – auch wenn sie bislang nur gut ein Zehntel des gesamten Absatzes der Sparte ausmachen.
Absatz seit Jahren rückläufig