Mercedes läutet die neue Ära mit Doppelerfolg ein
Im ersten Rennen der Formel-1-Saison mit geändertem Regelwerk siegt George Russell vor Kimi Antonelli. Beim Doppelerfolg von Mercedes in Australien zeigt Ferrari, dass mit der Scuderia zu rechnen ist.
Als 2014 in der Formel 1 die Hybrid-Ära eingeläutet wurde, fuhr Mercedes der Konkurrenz über Jahre davon. Ein ähnliches Szenario deutet sich nun mit den jüngsten, tiefgreifenden Änderungen im technischen Reglement an. Zwar blieb der V6-Motor erhalten, doch stammt ein deutlich grösserer Teil der Leistung als bisher aus dem elektrischen Antriebssystem.
Die Ingenieure von Mercedes scheinen dabei das effizienteste Energie-Management gefunden zu haben. Nach der dominanten Vorstellung im Qualifying mit den Startplätzen 1 und 2 unterstrichen die Silberpfeile auch im ersten von 24 Grands Prix der Saison ihre Favoritenrolle.
George Russell, von vielen Buchmachern als WM-Favorit gehandelt, gewann zum Auftakt seiner achten Formel-1-Saison mit knapp drei Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli. Für den Briten war es der sechste Grand-Prix-Sieg, der erste in Australien.
Auf Ferraris Blitzstart...
Allerdings wurde Mercedes der erste Doppelerfolg seit November 2024 in Las Vegas nicht in den Schoss gelegt. Für Spannung sorgte zunächst Ferrari mit einem prognostizierten Blitzstart. Während Antonelli extrem schlecht startete und rasch auf Platz 7 zurückfiel, übernahm Charles Leclerc von Startplatz 4 die Führung.
Der Monegasse lieferte sich in der attraktiven Anfangsphase ein spektakuläres Duell mit Russell. Die zusätzliche Energieleistung, die die Fahrer mit dem neuen Antrieb punktuell einsetzen können, sorgte dabei für zusätzliche Dynamik und mehrere Führungswechsel. Auch Lewis Hamilton im zweiten Ferrari griff kurzzeitig in den Kampf an der Spitze ein.
... folgt der taktische Fehlgriff
Ein Ausfall von Isack Hadjar im Red Bull in seinem ersten Rennen als Teamkollege von Max Verstappen führte nach elf Runden jedoch zu einer Vorentscheidung. Während Russell und Antonelli die folgende virtuelle Safety-Car-Phase zum Reifenwechsel nutzten, liess Ferrari überraschend beide Autos auf der Strecke, was sich als taktischer Fehlgriff erwies.