Tim Eduard Franzl schrieb Golfgeschichte
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Challenge des Zweirunden-Turniers. Der sportliche Aspekt stand sichtlich im Vordergrund. Die Clubmeisterschaften bieten Gelegenheit, das eigene Golfspiel auf die nächste Stufe zu heben und zugleich seine Fähigkeiten unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Jeder Abschlag, jeder Putt und jeder Schlag erhalten hier Bedeutung, der guten Platzierung willen. Leidenschaft und Ehrgeiz sind die Triebfedern der Meister und Meisterinnen. Der zweite, wichtige Aspekt für die Teilnahme an den Clubmeisterschaften ist der gebotene hohe Faktor an Unterhaltung und Geselligkeit. Hier stellt sich der eigentliche Wettkampf in die zweite Reihe. In der ersten steht die Freude am Golfspiel und das Erhöhen des Gemeinschaftssinns innerhalb des Clubs.
Tag eins – Favoriten und Aussenseiter
Der 18-Loch-Parcours wurde klassisch sportlich ausgesteckt. Traditionell wird am Samstag nach Handicap gestartet: Je tiefer das Handicap, desto früher muss die Runde in Angriff genommen werden. Die Titelfavoriten mussten demnach ihre Wecker stellen. Immerhin achtzehn «Single-Handicaper», einfacher ausgedrückt, sehr gute Golfspieler, sind nicht nur auf dem Papier ausgewiesene Könnerinnen und Könner, sondern ebenso zuverlässige Siegesanwärter in der Realität. Klarer Favorit mit Handicap +2.6 war demnach Vorjahressieger Nicklas Illi. Souverän wurde er seiner Champion-Rolle gerecht. Dank einer Runde mit 69 Schlägen (eins über Par) führte er die Rangliste bei den Herren an. Mit zwei Schlägen Abstand folgten Tim Eduard Franzl und Harry Sprecher. Die ersten Fünf trennten gerade einmal fünf Schläge. Das Titelrennen blieb offen für den Finaltag. Ein bisschen deutlicher fiel die Rangliste nach Tag eins bei den Damen aus. Sonja Müller rief mit 74 Schlägen ihre persönliche Bestleistung ab. Das waren ganze neun Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierte Patricia Taufenecker, und 15 waren es auf die drittplatzierte Barbara Schneider. Titel Nummer drei in Folge blieb somit für Sonja Müller in Griffweite.
Spass nach Ernst
Die Davoser Golfgemeinschaft traf sich am Abend zum gemeinsamen Nachtessen im Clubhouse. Freibier und kostenloser Champagner waren zuvor beste Freunde. Nach dem Eindunkeln wurde auf das «Pitching-Green» geladen. Bei einer «Nearest to the Pin-Competiton» im Dunkeln mit Leuchtbällen und Taschenlampen musste mit einem Schlag möglichst nahe zur Fahne gespielt werden. Alessio Baracchi gelang ein herausragender Versuch. Mit nur 60 Zentimetern Abstand zum Loch landete sein Golfball auf dem Green – Spass zum Tagesende nach all den sportlichen Höhenflügen. Oder andersrum: Auf dem Platz Kontrahenten, im Clubhaus beste Kollegen. Geselligkeit nach dem Spiel zeichnet den Golfsport aus. Die Jungmannschaft zieht es jeweils wie üblich weiter ins Davoser Nachtleben.