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Schweiz & Welt

Mehr Service für Autofahrer in Kaltbrunn

Linth-Zeitung
10.01.2019, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

An den Prüfstellen in Mels und Kaltbrunn können seit Jahresbeginn unter anderem Kontrollschilder hinterlegt der Fahrzeuge abgemeldet werden. Damit setzt das St. Galler Strassenverkehrsamt einen Entscheid um, den das Sicherheits- und Justizdepartement im letzten Frühsommer auf Druck der kantonsrätlichen Finanzkommission gefällt hat (diese Zeitung berichtete).

Neu würden in den Prüfstellen Mels und Kaltbrunn nicht nur Führer- und Fahrzeugprüfungen durchgeführt, sondern auch «administrative Zulassungsgeschäfte» angeboten, teilte das Strassenverkehrsamt gestern mit. Das sei der gleiche Service, wie er von den Poststellen im Kanton angeboten werde, erklärt Hanspeter Sigg, Leiter des Strassenverkehrsamtes. Für die Prüfstellen werde mit einem Mehraufwand von fünf bis zehn zusätzlichen Geschäften pro Tag gerechnet.

Konkret können dort seit Anfang Januar Kontrollschilder hinterlegt oder abgeholt sowie Fahrzeuge abgemeldet oder wieder in Verkehr gesetzt werden. Weiter ist es möglich, Fahrzeugausweise annullieren zu lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein Fahrzeugwechsel vorgenommen werden.

Langer politischer Kampf

Mit der Erweiterung des Angebots im südlichen Kantonsteil werden langjährige politische Forderungen zumindest teilweise erfüllt: 2016 hatten Kantonsparlamentarier aus mehreren Parteien in Kaltbrunn und Mels ein vollumfängliches Serviceangebot verlangt – darunter Marianne Steiner (SVP, Kaltbrunn) und Josef Kofler (SP, Uznach). Steiner war es, die dem Anliegen in der Finanzkommission in einer abgespeckten Form zum Durchbruch verhalf.

Die Regierung hatte die ursprüngliche Forderung abgelehnt. Für den gewünschten Ausbau der Prüfstellen im Mels und Kaltbrunn würden zusätzliche drei bis vier Vollzeitstellen benötigt, argumentierte sie. Nun geht es ohne zusätzliche Stellen, dafür nur mit einem Teil der Dienstleistungen, die am Hauptsitz des Strassenverkehrsamts in St. Gallen zur Verfügung stehen. Die Lösung sei ein Kompromiss. Man lasse das Angebot nun einmal anlaufen und prüfe, wie sich die Nachfrage entwickle, so Sigg.

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