Medizinische Versorgungssicherheit geht nur gemeinsam
Die Coronapandemie wirkt nach. Und zwar erheblich, gerade bei den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Dies spüren auch der Kanton Glarus und dessen Einrichtungen – namentlich unsere Ärzte, aber auch unsere Pflegefachpersonen, die sich nach sehr intensiven Jahren eine Rückkehr zur Normalität erhofft hatten. Das Gegenteil ist momentan der Fall: Statt Konstanz und Stabilität durchleben nun sämtliche Einrichtungen im Gesundheitswesen im Kanton und in der Schweiz erneut schwierige Zeiten. Grosse Herausforderungen stehen an, sei es der Fachkräftemangel, der Tarif-Kostendruck, Zeitdruck oder die Steigerung der Energiekosten in Millionenhöhe.
Vor knapp einem Monat sorgte ein Beitrag in den «Glarner Nachrichten» für Gesprächsstoff: «Ein Kantonsspital-Team sorgt sich um die Qualität der Pflege». Diese Besorgnis ist ernst zu nehmen, sehr sogar. Und ich verstehe dieses Signal seitens der Pflegefachkräfte als sehr wichtiges und dringliches zugleich. Auch unsere Geschäftsleitung ist sich der Bedeutsamkeit dieses Rufs aus der Pflege Chirurgie sehr bewusst und steht in intensivem Austausch mit ihnen, den Ärzten und allen anderen Mitgliedern unseres Spitals. Wie die meisten anderen Spitäler in der Schweiz ist auch das Kantonsspital Glarus seit längerer Zeit vom Mangel an Fachkräften betroffen. Bis anhin können wir glücklicherweise dank viel Kraft und fast übermenschlichem Einsatz unserer Fachleute die Personalengpässe auffangen. Dafür gilt es auch mal laut Danke zu sagen.
Ein Kantonsspital-Team sorgt sich um die Qualität der Pflege
Rasch können auch wieder Zeiten kommen, in denen die Fallzahlen stärker zunehmen – siehe jetzt: mit dem Aufflammen der Coronapandemie. Bei gleichbleibenden Fallzahlen oder nur minim steigenden Fällen schaffen wir es, mittels diverser Sofortmassnahmen den laufenden Betrieb und die Aufnahmebereitschaft in der gewohnten Qualität aufrechtzuerhalten. Das hat definitiv oberste Priorität. Unser Spital muss die Versorgungssicherheit für unsere Bevölkerung sicherstellen. Nichtsdestotrotz: Die Situation ist angespannt. Und der Stresslevel für die Pflegenden steigt nochmals massiv.