Mauro Schmid gewinnt die 13. Etappe der Tour de France
Mauro Schmid gewinnt die 13. Etappe der Tour de France. Der Zürcher setzt sich nach 206 km in Belfort im Sprint vor seinem Fluchtgefährten Harold Tejada aus Kolumbien durch.
Für Schmid ist es der zweite Etappensieg an einer Grand Tour nach dem Triumph in der 11. Etappe des Giro d'Italia 2019 und der grösste Erfolg seiner Karriere. Er sicherte der Schweiz den ersten Etappensieg an der Tour de France seit fast sechs Jahren und dem Triumph von Marc Hirschi.
Der 26-jährige Schmid gehörte einer mehr als 50 Fahrer umfassenden Spitzengruppe an, die sich auf den flachen ersten rund 150 km gebildet hatte. Im Aufstieg auf den 1173 m ü. M. gelegenen Ballon d'Alsace bildete sich eine zehnköpfige Fluchtgruppe, welche die Abfahrt gemeinsam in Angriff nahm. Aus dieser lösten sich rund 15 km vor dem Ziel der Fahrer vom Team Jayco AlUla und Harold Tejada. Die beiden fuhren einen genügend grossen Vorsprung heraus, der es Schmid gar erlaubte, vor dem Finish noch zu taktieren. Schliesslich setzte sich der Zürcher in der längsten Etappe der diesjährigen Rundfahrt im Sprint vor seinem Fluchtkollegen aus Kolumbien durch.
Schmid vertreibt die Geister von Toulouse
Damit blieb Schmid ein Déjà-vu erspart. Vor einem Jahr musste er sich in einer ähnlichen Situation in der 11. Etappe der Tour de France im Fotofinish seinem Fluchtgefährten Jonas Abrahamsen aus Norwegen geschlagen geben.
«Ich habe so oft an diesen Tag zurückgedacht», sagte Schmid im Siegerinterview zur verpassten Chance von Toulouse. Nun, nahe der Schweizer Grenze, pokerte er richtig, auch wenn sein Gefühl rund 50 Meter vor dem Ziel noch etwas anderes gesagt habe. «Ich dachte, ich hätte zu spät angezogen» so Schmid, der den Sprint von der Spitzenposition aus in Angriff nehmen musste und sich beinahe verschätzte. Schliesslich rückten die Verfolger durch das Geplänkel an der Spitze immer näher heran.
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