Färbt die Begeisterung für Sport auf die Kinder ab?
Bewegung ist gesund. Das wüssten wir eigentlich alle. Regelmässige Bewegung hat einen Schutzeffekt bei weitverbreiteten Beschwerden und Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Knochenschwund sowie Darm- und Blutkrebs. Auch mental führt körperliche Aktivität zu positiven Effekten. Ausgewogene Bewegung ist Teil eines gesunden Lebensstils, wie Noelia Jacober in ihrer Maturaarbeit an der Kantonsschule Glarus schreibt.
In der Schweiz, die zu den sportlichsten Ländern Europas gehört, gibt es denn auch klare Empfehlungen: Erwachsene sollten sich mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche mit mindestens mittlerer Intensität bewegen. Dies kann in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport stattfinden.
Kindern im Vorschulalter wird geraten, sich pro Tag im Minimum drei Stunden mit anderen Kindern, allein oder mit Erwachsenen körperlich aktiv zu betätigen. Dazu gehören unter anderem Alltagsbewegungen wie Treppensteigen, Hüpfen, Laufen, Schaukeln und Klettern.
Schulpflichtigen Kindern wird mindestens eine Stunde pro Tag Bewegung von mittlerer bis hoher Intensität empfohlen. Zum Beispiel Gehen, Radfahren, Spielen im Freien, Joggen, Ballspiele, Schwimmen oder andere bewegungsintensive Sportarten. Sportunterricht, schulische Aktivitäten, Schulweg wie auch Freizeitangebote und Sportvereine bieten Möglichkeiten dafür.
«Spass, Abwechslung und Erholung»
Doch diese Empfehlungen werden bei Weitem nicht von allen eingehalten. Weil Eltern Vorbilder für ihre Kinder sind, stellt sich die Frage, wie sie das Bewegungs- und Sportverhalten der Kinder beeinflussen. Und welche Rolle spielt das Wohnumfeld dabei? Sind Kinder auf dem Land sportlicher als solche in der Stadt?