Manuel Akanji und acht weitere Schweizer Legionäre in der Serie A
Manuel Akanji geht mit Inter Mailand als Favorit in die neue Saison der Serie A. Napoli, Juventus Turin und Milan sind die ersten Herausforderer.
Yann Sommer zum FC Brügge und Denzel Dumfries zu Real Madrid haben den italienischen Double-Gewinner der vergangenen Spielzeit verlassen. Ansonsten ist bei Inter Mailand vieles beim Alten geblieben. Cristian Chivu, der rumänische Coach, kann auf ein eingespieltes Team zählen, das nur punktuell ergänzt wurde, etwa mit den englischen Nationalspielern John Stones und Djed Spence. Den Platz von Sommer im Tor wird der Spanier Josep Martinez erben.
Zu den ersten Herausforderern von Inter Mailand gehört der Stadtrivale. Die AC Milan hat nach der komplett misslungenen Schlussphase der letzten Saison mit dem Verpassen der Champions League einiges gutzumachen. Der von Paris Saint-Germain gekommene Portugiese Gonçalo Ramos soll für die Tore sorgen, die zuletzt bei der AC Milan zu spärlich fielen. Im unter anderem mit Luka Modric und Adrien Rabiot besetzten Mittelfeld hofft der Innerschweizer Ardon Jashari auf regelmässigere Einsätze als in seiner ersten Saison im San Siro. Mit dem Portugiesen Ruben Amorim, der zuletzt bei Manchester United gescheitert ist, steht ein neuer Coach in der Verantwortung.
Allegri von Milan zu Napoli
Amorims Vorgänger, Max Allegri, ist nun in Neapel. Der Meister von 2023 und 2025 hat sich von Romelu Lukaku getrennt, der nach Fenerbahce weitergezogen ist, und könnte auch Kevin de Bruyne, den zweiten belgischen Routinier im Kader, in den kommenden Tagen noch abgeben. Der dänische Stürmer Rasmus Höjlund wurde dafür definitiv von Manchester United übernommen und soll im Süden Italiens sein ganzes Potenzial ausschöpfen. Nach einem ansprechenden Jahr als Leihspieler flossen für den 23-Jährigen 44 Millionen Euro von Neapel nach Manchester.
Der dritte der vier Grossen, gemessen an den Meistertiteln der letzten 25 Jahre, ist Juventus Turin, das seit 2020 den Scudetto nicht mehr gewonnen hat. Der von Luciano Spalletti trainierte Rekordchampion verstärkte sich in den letzten Wochen mit Randal Kolo Muani und dem bosnischen Talent Kerim Alajbegovic.
Schweizer Routiniers und Hoffnungsträger
Die anderen sieben Schweizer neben Akanji und Jashari werden in der Serie A wohl nicht ganz vorne mitspielen. Djibril Sow und der 21-jährige Thuner Ethan Meichtry sind neu für Genoa tätig, den 16. der letzten Saison. Eray Cömert wechselte von Valencia zu Torino. Simon Sohm spielt diese Saison leihweise für den Aufsteiger Venezia, bei welchem auch der Schweizer U21-Nationalspieler Junior Ligue unter Vertrag steht.
Mit Sascha Britschgi will ein anderer Junioren-Internationaler in Parma weiter auf sich aufmerksam machen. Bereits jetzt sollen diverse Klubs am noch nicht ganz 20-jährigen Aussenverteidiger interessiert sein. Richtig durchstarten möchte der 20-jährige Zürcher Alessandro Romano, der mit Blick auf mehr Einsatzzeit von der AS Roma zu Cagliari gewechselt ist.