Malgin will mit Schweiz den «Fluch» der Arena brechen
Denis Malgin ist ein Schlüsselspieler im Schweizer Team. In Zürich-Altstetten soll für ihn auch mit der Nationalmannschaft der «Fluch» der Arena endlich enden.
Die WM-Arena in Zürich-Altstetten wurde am 18. Oktober 2022 eröffnet. Das Schweizer Nationalteam bestritt bisher sieben Partien im Rahmen der Euro Hockey Tour dort und verliess das Eis jedes Mal als Verlierer, fünfmal in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen.
Einer, der das Stadion bestens kennt, ist Denis Malgin. Der 29-jährige Center ist einer von fünf Spielern der ZSC Lions im Schweizer Kader. Das Team von Trainer Jan Cadieux logiert während des Turniers in der Garderobe der Zürcher. Malgin ist also quasi zu Hause, aber doch nicht richtig, da die Mannschaft in einem Hotel in unmittelbarer Nähe der Arena wohnt. «Ich muss mich noch ein bisschen daran gewöhnen, dass wir jetzt hier schlafen und ich meine Familie nicht sehe», sagt Malgin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Das ist schon komisch. Aber letztendlich sind wir hier, um Eishockey zu spielen und darauf liegt der Fokus.»
Malgin ist seit 14 Jahren mit Emelie liiert, der Schwester von Victor Oejdemark, der ebenfalls in der Lions-Organisation spielt. Seit Oktober 2023 ist er Vater eines Sohnes namens Nate, mit dem er Russisch spricht und seine Frau Schwedisch. Dazu kommt Deutsch in der Kita. «So lange es nicht zu viel für ihn wird, machen wir es so. Er macht es bis jetzt mega gut», erzählt Malgin.
Was hat sich für ihn durch die Geburt verändert? «Ich konnte schon immer gut abschalten, aber jetzt gelingt mir das noch besser.» Er sei aber ohnehin keiner, der sich gross Gedanken mache, wenn ein Spiel nicht gut gelaufen sei. Jedoch schaut er auch in der Freizeit gerne Eishockey und verfolgt auch die KHL und die NHL. Das ist für mich ein Genuss."
Wenn man dem filigranen Techniker zuschaut, hat man das Gefühl, er schwebe über das Eis. «Es wirkt so, aber es ist nicht immer so, muss ich ganz ehrlich sagen. Ab und zu ist es ein Krampf», erklärt Malgin und lacht. So sehr er ein Künstler ist, so hart arbeitet er neben dem Eis. Im Sommer bereitet er sich nicht mit den Lions auf die Saison vor, sondern mit Athletiktrainer Lars Habermacher, mit dem er in Jona ein Gym besitzt, das auch andere Profisportler nutzen. «Es passt einfach mit ihm», sagt Malgin. Kennengelernt haben sich die beiden vor acht Jahren.