Lugano und Thun vor ihren Europacup-Auftritten
Für Lugano und Thun beginnt am Donnerstag die Ligaphase der Conference League. Bei den beiden einzigen Schweizer Vertretern im Europacup könnte die Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein.
Luzern, St. Gallen, Zürich, Thun: Vier europäische Gruppen- respektive Ligaphasen hat der FC Lugano seit 2017 bestritten – und musste für seine Heimspiele immer in ein fremdes Stadion ausweichen. Im Exil gelangen den Tessinern zwar durchaus einige Erfolge, die aber auch wegen der spärlichen Kulisse kaum in Erinnerung blieben. Nun kann sich Lugano endlich auf «echte» europäische Nächte freuen.
Die AIL Arena macht es möglich. Das moderne Stadion, das im Juni mit dem Frauen-Länderspiel zwischen der Schweiz und Malta eingeweiht wurde, erfüllt die notwendigen UEFA-Standards, an denen das Cornaredo über Jahrzehnte gescheitert war. Und der Glanz des neuen Stadions scheint sich auch auf die Mannschaft zu übertragen. Lugano spielt in dieser Saison dominant und selbstbewusst, wettbewerbsübergreifend ist das Team in 17 Spielen noch ungeschlagen.
Roter Stern ähnlich dominant wie Lugano
Am Donnerstag wartet allerdings eine echte Bewährungsprobe. Zum Auftakt der Conference League empfangen die Tessiner mit Roter Stern Belgrad ein Team, das die heimische Liga ähnlich deutlich dominiert. Zehn Siege und ein Unentschieden stehen für die Mannschaft aus der serbischen Hauptstadt zu Buche, Lugano kommt auf neun Siege und ein Unentschieden.
Der Unterschied: Während Lugano in der Europacup-Qualifikation drei Runden überstanden hat, wurde Roter Stern aus der Champions-League-Qualifikation bis in die Conference League durchgereicht. Zunächst scheiterten die Serben an Hapoel Beer Sheva, danach in der Europa-League-Qualifikation an Viktoria Pilsen – trotz eines 3:0-Heimsiegs im Hinspiel.