Lugano marschiert – doch nun kommt wieder die Dreifachbelastung
Mit dem neunten Sieg im zehnten Spiel unterstreicht der FC Lugano seine starke Form. Dem Team von Trainer Mattia Croci-Torti steht nun aber ein intensiver Herbst bevor.
28 Punkte aus den ersten zehn Runden: Nur einmal in der Geschichte der 2003 eingeführten Super League legte ein Team einen noch besseren Start hin. Vor 23 Jahren, in der ersten Super-League-Saison, stellte der FC Basel mit 13 Siegen in Serie eine bis heute unerreichte Marke auf.
Es ist eine eindrückliche Ausbeute des FC Lugano, der in dieser Saison kaum zu stoppen scheint. In insgesamt 17 Pflichtspielen stehen 14 Siege und 3 Unentschieden zu Buche. Auch die gut dreiwöchige Länderspielpause hat dem Team offenbar nicht geschadet.
Keine Nachlässigkeit erlauben
«Es war eine ungewohnt lange Pause, das hat man gemerkt», sagte Captain Renato Steffen im Interview mit SRF. Während der Unterbrechung absolvierte Lugano ein Testspiel gegen Hellas Verona, das mit einer 1:3-Niederlage endete. Das sei eine Warnung gewesen, so Steffen. «Wir haben danach besprochen, dass wir sicher keinen Schlendrian reinkommen lassen wollen.» Gegen Luzern galt es deshalb, ein Zeichen zu setzen. Mit dem 4:0 ist das gelungen.
Das Polster, das sich die Tessiner damit geschaffen haben, ist vor allem mit Blick auf die kommenden Wochen wichtig. Denn nun steht der Europacup-Herbst an. Bis zur am 21. Dezember beginnenden Winterpause bestreitet Lugano neben den Spielen in Meisterschaft und Cup auch sechs Partien in der Conference League. Den Auftakt macht am kommenden Donnerstag das Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad.