Lösungsansätze für den Fachkräftemangel im Tourismus
Im Rahmen des 15. Tourismus-Trendforums (TTF) hat das Institut für Tourismus und Freizeit der FH Graubünden verschiedene Perspektiven beleuchtet, wie dem Fachkräftemangel in der Branche begegnet werden kann. Dazu fanden drei Online-Veranstaltungen mit insgesamt elf Rednerinnen und Rednern aus verschiedenen Unternehmen, Branchen und Regionen statt.
Bei der ersten Veranstaltung ging es um die Frage, wie Unternehmen für Mitarbeitende attraktiv werden können. Im Mittelpunkt der Vorträge standen dabei die Wertschätzung der Mitarbeitenden, Bei-träge zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance und «Fringe Benefits». «Ohne die Menschen, die tagtäglich mit Passion und Leidenschaft ihren Job ausüben, wären wir nur Häuser, Betten und Zimmer», sagte etwa Laura Vanessa Hoffmann von der Swiss Hospitality Collection.
Eine zweite Veranstaltung widmete sich dem Thema «Neue Arbeitsmärkte und Konzepte». Es wurden interessante Ansätze zum Einbezug von Geflüchteten, Quereinsteigenden oder älteren Arbeitnehmenden vorgestellt. Magdas Hotel in Wien ermöglicht beispielsweise Menschen mit Flüchtlingshintergrund einen Einstieg ins Arbeitsleben. In den vergangenen sieben Jahren konnten auf diese Weise 80 Mitarbeitende in den Arbeitsmarkt integriert werden, davon 85 Prozent erfolgreich mit Anschlussstelle.
Mit digitalen Lösungen Prozesse verbessern
Die letzten Fokusvorträge beleuchteten schliesslich, welche digitalen Lösungen Unternehmen anwenden können, um die vorhandenen Arbeitskräfte auf die zentralen Geschäftsbereiche zu fokussieren oder durch digitales «Employer Branding» neue Fachkräfte anzuziehen. Die Weisse Arena Gruppe Laax möchte dabei laut Haempa Maissen und Andreas Bleuler nicht nur Prozesse in der Interaktion mit den Gästen digitalisieren, sondern auch interne Prozesse. Dazu gehört beispielsweise die digitale Unterstützung der Pistenmaschinen, um den Schnee mit der Maschine effizienter verteilen zu können.