Linke Parteien verteidigen Mehrheit im Stadtzürcher Parlament
Die linken Parteien haben ihre knappe Mehrheit im Stadtzürcher Parlament verteidigt. Die SP gewann vier Sitze. FDP und SVP legten um je zwei Sitze zu. Verlierer sind die GLP und die Grünen. Die EVP fliegt aus dem Parlament, verlangt aber eine Nachzählung.
Mit Spannung war am Sonntag die Verteilung im Stadtzürcher Parlament erwartet worden. SP, Grüne und AL hielten zuvor 63 von 125 Sitzen – und tun dies weiterhin. Die linken Parteien sind nach wie vor mit 63 Sitzen im Parlament vertreten und bilden eine hauchdünne Mehrheit gegenüber den 62 von FDP, SVP, GLP und Mitte.
Acht der neun Wahlkreise der Stadt Zürich dominierte die SP am Wahlsonntag. Mit plus 3,6 Prozentpunkten ging sie klar als Siegerin dieser Wahl hervor mit einem Wähleranteil von 32,2 Prozent.
Den Wahlkreis 7 und 8 beanspruchte die FDP für sich. Sie holte einen zusätzlichen Prozentpunkt und erhielt einen Wähleranteil von 18,5 Prozent. Ebenso die SVP, die mit einem Plus von 1,4 Prozentpunkten ein positives Resultat (12,6 Prozent) erzielte.
Die Grünen verloren satte 3,6 Prozentpunkte und damit vier ihrer Sitze. Hingegen konnte die AL ihre 8 Sitze verteidigen.
EVP schaffte Hürde nicht
Auch die Mitte gewann 0,8 Prozentpunkte und einen Sitz dazu und kommt nun auf sieben Sitze im Parlament. Die GLP verlor zwei Sitze und hält noch 15 Sitze. Das entspricht allerdings der momentanen Verteilung, da die Fraktion während der Legislatur Isabel Garcia an die FDP verlor und Sanija Ameti aus der Partei austrat.
Die EVP scheiterte an der 5-Prozent-Hürde. Im Kreis 12 verpasste sie diese mit 4,95 Prozent nur knapp. Eine Nachzählung ist deshalb nicht ausgeschlossen. Die Partei forderte eine solche noch am Abend in einer Medienmitteilung. Bleibt es bei diesem Ergebnis, verliert die EVP ihre drei Sitze im Parlament und wird in der Legislatur 2026 bis 2030 nicht mehr vertreten sein.