Liebe deine Immobilie wie dich selbst – sie dankt es dir in der Zukunft
von Hannes Koch*
Immobilien wie beispielsweise das eigene Haus oder die eigene Wohnung stellen für die allermeisten die grösste Investition ihres Lebens dar. Damit diese Investition langfristig ihren Wert behält, ist regelmässiger Unterhalt nötig. Dabei gilt es zu beachten, dass die geplanten Arbeiten finanziell tragbar und technisch sinnvoll sind. Gewisse Massnahmen dienen zudem nicht nur dem Haus, sondern auch dem persönlichen Komfort.
Rücklagen schützen vor unliebsamen Überraschungen
Wer sich auf grössere Instandhaltungsmassnahmen vorbereiten möchte, sollte regelmässig Rücklagen bilden. Als Faustregel gilt: Jährliche Rücklagen in der Höhe von 1 Prozent des Erstellungswertes. Dadurch kann eine Liegenschaft nach 100 Jahren komplett neu erstellt werden. Realistischerweise liegt die Lebensdauer aber eher bei 50 bis 80 Jahren. Wer also realistisch plant, bildet jährliche Rücklagen in der Höhe von rund 1.5 bis 2 Prozent des Erstellungswertes. Konkret entspricht dies in etwa 35 bis 60 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr.
Diese Rechnung berücksichtigt jedoch keine Verzinsung des angesparten Kapitals. Wird mit einer Verzinsung von rund 2.9% gerechnet (durchschnittlicher, historischer Zinssatz für Kundenspareinlagen bei allen Kantonalbanken seit 1950), kann die Sparquote auf ca. 0.3 bis 0.8 Prozent reduziert werden. Erfahrungswerte zeigen, dass Private in der Regel im Schnitt etwa 0.5 Prozent des Erstellungswertes ihres Eigenheims pro Jahr ansparen. Mit dieser Sparquote wird aber keine Entwertung, Kapitalbesteuerung etc. einkalkuliert. Bei grösseren Unterhaltsarbeiten müssen private Immobilieneigentümer oft erhebliche Beträge investieren, die dann das Unterhaltsbudget sprengen können.