Pontresina will Zweitwohnungen besteuern – so geht es weiter
Die Gemeinde Pontresina leidet akut unter Wohnraummangel. Einheimische finden keine bezahlbaren Wohnungen mehr, da immer mehr Erst- zu Zweitwohnungen umgenutzt werden. Um dagegen vorzugehen, will die Gemeinde gewisse Zweitwohnungen besteuern, um mit den Einnahmen Wohnraum für Einheimische zu schaffen. Auf einer Dialogveranstaltung zu dem Thema hat sich laut der Gemeinde gezeigt, dass es zumindest einen Konsens darüber gibt, dass die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum ein Problem ist, das gelöst werden muss. Allerdings sei man sich nicht einig, wie mögliche Fördermassnahmen finanziert werden sollen.
Mehrere Möglichkeiten
Neben einer Zweitwohnungssteuer ist es laut dem Gemeindevorstand ebenfalls denkbar, etwa die Liegenschaftssteuer zu erhöhen, Teile der Handänderungs- und Grundstückssteuern zur Förderung von Wohnraum einzusetzen oder die Stiftung Fundaziun da Puntraschigna mit Gemeindevermögen zu unterstützen. Allerdings gebe es so keine Lenkungswirkung, die man mit der Zweitwohnungssteuer vor allem beabsichtige.
Der Gemeindevorstand bittet alle Einwohner von Pontresina – speziell auch Menschen, die von der Wohnungsnot betroffen sind – um ihre Teilnahme beim Mitwirkungsverfahren. Dieses finde vom 8. Januar bis zum 6. Februar statt. Dazu werde ein entsprechender Fragebogen auf der Gemeindewebsite abrufbar sein.