Wiederum Platz 4: Trotz starker Leistung verpasst Speerwerferin Selina Capaul das Podest
Vom 23. bis 29. Juli fanden im slowenischen Maribor die European Youth Olympic Games (EYOF) statt. In elf Sportarten kämpften 3600 junge Athletinnen und Athleten aus 48 Ländern um Medaillen. Die Schweiz reiste mit einem 72-köpfigen Kader ans EYOF nach Slowenien.
Mit Sperrwerferin Selina Capaul aus Domat/Ems war auch eine Bündnerin mit dabei. Die Athletin vom BTV Chur war eine von 23 Leichtathletinnen und Leichtathleten aus der Schweiz. Für Capaul war es nach 2022 bereits die zweite Teilnahme am jährlich stattfindenden Wettkampf, der im Miniformat den Olympischen Spielen ähnelt.
Mit 46,56 Metern qualifizierte sich die 17-Jährige souverän fürs Final der besten 12. Am Tag darauf setzte sie sogleich im ersten Versuch zu ihrer Bestweite an. Der Speer flog 52,20 Meter weit. Auch in der Folge blieb sie konstant und schaffte es, den Speer auch zwei weitere Male über die 50-Meter-Grenze zu werfen.
Vom Podest verdrängt
Bis kurz vor Schluss lag Capaul auf Bronzekurs. Doch wie bereits im Vorjahr wurde sie kurz vor Ende des Wettkampfs noch auf Platz 4 verdrängt. Die Ereignisse vom EYOF 2022 hatten sich wiederholt.
Entsprechend enttäuscht zeigte sich Capaul gleich nach Beendigung des Wettkampfes. Mit etwas Abstand konnte sie aber auch Gutes an ihrer Leistung abgewinnen. Schliesslich war die Konkurrenz dermassen stark, dass inklusive ihr selbst fünf weitere Athletinnen den Speer über 50 Meter warfen.
Weiter schätze sie die Tage in Maribor aufgrund der eindrücklichen Eröffnungsfeier mit Einmarsch der Athletinnen und Athleten. Oder auch, dass in den Sportstätten und im Athletendorf das olympische Gefühl gut spürbar war. Abschliessend sagt Capaul: «Ich konnte vieles dazu lernen und weitere internationale Erfahrungen sammeln.» Als nächstes Saisonziel stehen für die junge Bündnerin die Speerwurf-Schweizermeisterschaften in der U18-Kategorie an, die anfangs September in Frauenfeld stattfinden werden.