Lebenswichtiger Goodwill für den HCD
Die Initianten der Kleinen Anfrage, die am 13. Januar eingereicht wurde, nannten als Grund unter anderem, dass der HCD trotz rigoroser Sanierungsmassnahmen im Verlauf der Pandemie einen Verlust in Millionenhöhe ausweisen musste. Zudem haben die erneute Absage des Spengler Cups sowie die Corona-Restriktionen weitere finanzielle Einbussen zur Folge, deren Tilgung für den HCD überlebenswichtig ist. Der KL geht in seiner Antwort zunächst auf die Situation sowie die Unternehmungen der vergangenen beiden Jahre ein und stellt unter anderem fest, dass die eingerichtete Firmen-Hotline sowie zwei «Runde Tische» mit Teilnehmenden aus den verschiedensten Branchen gute Ergebnisse gebracht habe. Beim zweiten «Runden Tisch» sei es aber mehr um eine gegenseitige Information und weniger um einen Hilferuf gegangen. Man habe stets die Einstellung gehabt, mit den Unternehmungen nach guten Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen,
Unterstützung auch weiterhin möglich
Auf den zweiten Teil der Kleinen Anfrage, welche Möglichkeiten bestünden, um dem HCD in den kommenden Jahren unter die Arme zu greifen, stellt der KL fest, dass der Hockeyclub auch wegen der zweimaligen Absage des Spengler Cups tatsächlich hart getroffen worden sei. Beim zweiten Mal seien die Probleme insofern schwerer, als dass das Traditionsturnier erst einen Tag vor Beginn abgesagt worden sei und entsprechend nicht nur die Einnahmen fehlen würden, sondern diverse Ausgaben bereits getätigt worden seien. Nun gehe es darum, die Existenz des über 100 Jahre alten Clubs zu sichern. Allerdings gelte es, erst abzuwarten, welche Summe der HCD aus dem Schutzschirm für pandemie-bedingte Ansagen von Grossveranstaltungen von Bund und Kanton erhalten wird. Einen entsprechenden Antrag wird der HC Davos Ende Februar finalisieren. Dann wisse man, wie hoch die effektiven Kosten seien, und könne bei Bedarf weitere Massnahmen zu Gunsten des Clubs einleiten. Bereits für die Saison 2020/21 habe man dem HCD eine Mietreduktion von 50 Prozent (maximal 200 000 Franken) gewährt. Diese Massnahme könnte weitergeführt werden. Zudem habe man eine zweite Unterstützungsmassnahme ins Auge gefasst. Welche das sein könnte, verrät der KL nicht. Man habe dem Club die Bereitschaft zur weiteren Unterstützung bereits mündlich mitgeteilt, erklärt der KL in seinen Antworten auf die Kleine Anfrage. Die Gemeinde erwarte den Eingang eines möglichen HCD-Unterstützungsgesuchs, sobald die bereits erwähnte Aufarbeitung von dessen finanzieller Situation abgeschlossen sei und Klarheit herrsche. Man werde mit den Betroffenen sowie mit Bund und Kanton eine gangbare Lösung anstreben, um die weitere Existenz des HCD zu sichern, schliesst der KL seine Antworten ab.