Alt Bundeskanzler François Couchepin gestorben
Der in Martigny geborene François Couchepin war Sohn eines Bundesrichters und studierte in Lausanne Recht. 1965 wurde er in den Walliser Grossen Rat gewählt, dem er bis 1980 angehört. Dort war er zuerst Sekretär, später Präsident der freisinnigen Fraktion. 1980 trat er als Chef der französischen Sektion der zentralen Sprachdienste in die Bundeskanzlei ein. Ein Jahr später wurde er vom Bundesrat zum Vizekanzler gewählt. Er war von 1991 bis 1999 Bundeskanzler.
Während seiner Amtszeit wurden mit zwei Revisionen des Bundesgesetzes über die politischen Rechte von 1994 und 1996 zunächst das Nationalratswahlrecht und anschliessend das Initiativ- und das Abstimmungsrecht reformiert. Volksinitiativen müssen seither innerhalb von zehn Monaten nach Abschluss ihrer parlamentarischen Beratung der Volksabstimmung unterbreitet werden. Auch die Revision des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz fiel in die Zeit François Couchepins. (red)