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Schweiz & Welt

Der Blick zurück: So liefs beim Engadiner vor einem Jahr

Roman Michel
07.03.2023, 14:01 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Auf diese Bilder musste man lange warten. Zwei Jahre machte das Coronavirus dem Engadin Skimarathon einen Strich durch die Rechnung. Erstmals seit 1991 (damals sorgte ein Wärmeeinbruch für die Absage) konnte der Engadiner 2020 und 2021 nicht stattfinden. Erstmals starten die Läuferinnen und Läufer in verschiedene Wellen, um den Dichtestress im Startbereich zu minimieren. 

Das Comeback des Events steht im Zeichen eines Abschieds. Dario Cologna, vierfacher Sieger am Engadiner, läuft die Strecke zwischen Maloja und S-chanf zum letzten Mal als Profi. Fürs i-Tüpfelchen fehlen dem Davoser 1,7 Sekunden. So klein ist sein Rückstand auf Sieger Roman Furger, der mit seinem vierten Sieg zu Cologna aufschliesst. Im Stazerwald realisierte Cologna, dass es happig werden könnte: «Roman ist immer wieder eine Wundertüte, aber als ich im Stazerwald sah, wie aktiv er war und immer wieder die Löcher schloss, wusste ich, dass ich mit ihm rechnen musste.» Bei der Siegerehrung wird der Vierfach-Olympiasieger richtig emotional, kann eine Träne nicht mehr zurückhalten. Und wird von Fans und Organisatoren würdevoll aus seiner Profilaufbahn verabschiedet. 

Kälin überrascht sich selbst

Eine Überraschung gelingt im Rennen der Frauen Nadja Kälin. Die Engadinerin siegte im Spurt vor den beiden Französinnen Céline Chopard und Enora Latuillière und gab danach zu: «Ich bin noch gar nie über 42 Kilometer gelaufen.» Kommt hinzu, dass Kälin nach einer Corona-Infektion nach den Olympischen Spielen nur eingeschränkt trainieren konnte. «Im Stazerwald und bei Bever musste ich ziemlich leiden, aber es ist mir trotzdem gelungen, mich immer in den ersten Rängen zu halten.»

Heuer sind übrigens gleich zwei Kälins am Start: Nadjas Schwester Marina gehört ebenfalls zu den Mitfavoritinnen. 

Bilder, Stimmen, Emotionen – hier gehts zum grossen Extra des Engadiner 2022.

Das war der Engadiner 2022

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