Nach Pechsträhne ging schliesslich alles auf
Die Vorbereitung auf die vergangene Saison sei alles andere als optimal verlaufen, urteilt Steiner auf Anfrage. Sie sei mehr oder weniger den ganzen Mai über krank gewesen. Und kaum konnte die 24-Jährige wieder im Training mittun, verletzte sie sich in Schweden. Sie habe dadurch zwar zu Saisonbeginn ein Defizit an Trainingskilometern und -stunden gehabt, habe sich aber zusammen mit ihrem Trainer Toni Livers nicht aus dem Konzept bringen lassen und den Aufbau in Ruhe absolvieren können. «Dadurch, dass es am Ende dann doch noch für eine WM-Teilnahme gereicht hat, ist meine Saison recht zufriedenstellend verlaufen», urteilt Désirée Steiner.
Verkettung richtiger Entscheide
Als Höhepunkt der vergangenen Saison bezeichnet Steiner die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im slowenischen Planica. Vor allem sieht die 24-Jährige auch den Ablauf bis zur WM als Highlight an. Denn die Davoserin verzichtete schweren Herzens auf eine Teilnahme an Davos Nordic und nahm stattdessen an einem Sprintrennen des Continentalcups (COC) teil. Der Sieg im besagten Rennen brachte ihr die Qualifikation für den Klassisch-Sprint am Weltcup in Les Rousses (F) ein. Dort wiederum lief sie mit Platz 18 ihre bisherige Bestmarke in einem Weltcup-Sprint heraus, was ihr letztendlich die WM-Qualifikation einbrachte. «Unsere gesamte Planung ist voll aufgegangen, und wir haben die richtigen Entscheide getroffen, auch wenn diese nicht immer einfach waren», stellt Steiner fest.
Ihre guten Klassierungen waren denn auch dafür verantwortlich, dass sie von Swiss-Ski auf die nächste Saison hin vom B- ins A-Kader hochgestuft wurde. «Nun habe ich diesen Schritt endlich geschafft. Erleichterungen deswegen sieht Steiner höchstens darin, dass es nun einfacher sei, Sponsoren zu finden. ‹Auf dem Blatt sieht das Ganze zwar gut aus, trainieren muss ich in Zukunft jedoch immer noch gleich hart.›