Landabtretung und andere Geschäfte
Es war eine zügig abgewickelte 123. Generalversammlung, zu der sich 42 Genossenschafter ins genossenschaftseigene Restaurant Dörfji bemüht hatten. Im Rückblick auf das vergangene Jahr berichtete Präsident Frank Kaufmann zur «Neugestaltung Ortszentrum Davos», hinlänglich als «Generationenprojekt» bekannt. Die Genossenschaft beteilige sich mit einem Betrag von 60 000 Franken am gegenwärtig laufenden Ideenwettbewerb, sagte er. «Wenn dieser abgeschlossen ist und der Souverän grünes Licht für das Gesamtprojekt gegeben hat, werden wir zusammen mit den Davos Klosters Bergbahnen einen weiteren Wettbewerb zur Gestaltung unserer Parzelle Mühlestrasse 2 und des Parsennparkplatzes ausschreiben.» Vonseiten Immo Konsum Davos sei ein flexibler Mix zwischen Wohnen und Gewerbeflächen vorgesehen, nicht aber Verkaufsflächen.
Wichtige Projekte
An der Skistrasse sind einerseits ein Projekt zum Hochwasserschutz und andererseits ein Neubau auf der Nachbarparzelle zu den Genossenschaftsimmobilien an der Skistrasse 5 und 7 in Vorbereitung. Im ersteren Fall wurde der Verwaltungsrat über eine mögliche neuen Linienführung der Skistrasse und damit über eine Abtretung von Boden an die Gemeinde informiert. Im zweiten Fall sind Dienstbarkeiten und Entschädigungen für eine Parkierung von Velos und Autos in der neuen Tiefgarage in Bearbeitung.
Insgesamt dürfe die Genossenschaft auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken, liess der Präsident verlauten. Es sei eine Neuschätzung von Immobilien vorgenommen worden. Dabei seien die Liegenschaften an der Skistrasse 3 sowie 5 und 7, Talstrasse 8 und 25, Promenade 24 und Mittelstrasse 1 neu bewertet und durchschnittlich um 25 Prozent höher eingestuft worden. Einzig bei der Talstrasse 8 sei eine Korrektur nach unten vorgenommen worden, weil die bisherige Schatzung einen Additionsfehler enthalten habe.
Erfreulich verlaufen ist das Depositengeschäft der Genossenschaft. Zu den bisherigen Einlagen von rund 13 Millionen Franken kamen im Berichtsjahr weitere rund 715 000 Franken hinzu. Verzinst wird unverändert mit einem Satz von 1,25 Prozent.
Positiver Jahresabschluss
Von einer langweiligen Revision berichtete Roman Tschopp. Es sei nichts Aussergewöhnliches vorgefallen, und man sei auf keine Unstimmigkeiten gestossen. Auch die Überschuldung, die die Immobiliengenossenschaft gemäss den Büchern aufweise, sei kein Grund zur Beunruhigung: «Das Fremdkapital ist durch die Aktiven gedeckt.» Diese belaufen sich gemäss der Bilanz auf rund 42 Millionen Franken, denen gut 43,5 Millionen Franken Fremdkapital gegenüberstehen. Die Erfolgsrechnung hingegen weist für 2021 einen Gewinn von über 550 000 Franken aus. Dieser wird auf die neue Rechnung übertragen, die damit mit einem Minus von fast 1,2 Millionen abschliesst. «So ist weiterhin Sparen angesagt», schloss Kaufmann die Vorstellung der Finanzen. «Damit wir in hoffentlich drei Jahren eine ausgeglichene Rechnung präsentieren können.»
Nachdem die bisherigen Traktanden alle in offener Abstimmung abgenickt worden waren, galt es bei der anschliessenden Wahl, zwei Namen auf den Stimmzettel zu schreiben. Auswahl gab es dabei nicht, aus dem Plenum hatten sich keine weiteren Kandidierenden gemeldet. So wurden sowohl Präsident Frank Kaufmann als auch Verwaltungsratsmitglied Fortunat Guler für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.