Lage der Glarner Wirtschaft scheint gut
An ihrer jüngsten Sitzung beurteilte die Task Force Wirtschaft des Kantons Glarus die aktuelle wirtschaftliche Situation im Glarnerland. Mit 2,5 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Kanton auf einem stabilen Niveau. «Die Fluktuation ist allerdings hoch», schreibt die Taskforce dazu in einer Mitteilung. Am meisten Stellensuchende kommen mit 15 Prozent aus dem Baugewerbe, gefolgt von dem Gastgewerbe mit 11 Prozent, dem Detailhandel mit 10 Prozent, dem Sozial- und Gesundheitswesen und den Reparaturen mit je 9 Prozent.
Kurzarbeit für 16 000 Personen
Zwischen März 2020 und März 2021 wurden rund 1800 Gesuche für Kurzarbeitsentschädigungen für insgesamt 16'000 Personen bewilligt. Im laufenden Jahr gab es bis anhin 460 Gesuche mit 3800 Mitarbeitenden, die potenziell betroffen sind. Die Task Force Wirtschaft geht davon aus, dass die Kurzarbeit noch länger andauern wird.
Stellensuchende, die während der Pandemiezeit arbeitslos werden, bekommen zusätzliche Taggelder und werden damit später ausgesteuert. Die besonderen Bestimmungen der Kurzarbeitsentschädigung sind gültig bis Ende 2021. Möglicherweise wird vom Bundesrat eine Verlängerung auf 24 Monate bewilligt.
Die komplizierten Umsetzungsmodalitäten, die das Bundesamt für Kultur und Swiss Olympic festgelegt haben, führen gemäss Task Force zu Verzögerungen bei den Hilfeleistungen bei Sport und Kultur. Der Bund hat diese Regelung am 31. März angepasst und ausgeweitet. Sie gibt den Kantonen neu die Möglichkeit, Vorschüsse auszubezahlen. Im Bereich Kultur und Sport gab es im Kanton Glarus allerdings nur wenige Unterstützungsgesuche.
Bisher wurden im Kanton 168 Anträge für eine Härtefallunterstützung eingereicht. Sie sind bis auf elf Gesuche bearbeitet und abgeschlossen. «Damit ist Glarus einer der schnellsten Kantone bei der Umsetzung», so die Taskforce. 22 Anträge mussten bislang wegen teils unwahrer Angaben, namentlich zu den Umsätzen, abgelehnt werden.