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Schweiz und Welt

Laax plant fürs dünnere Portemonnaie

Südostschweiz
14.09.2022, 04:30 Uhr
heute um 11:31 Uhr

Der Entscheid fällt am Mittwoch an der Gemeindeversammlung von Laax: Soll die Gemeinde für 8,8 Millionen Franken ein Mehrfamilienhaus mit total 21 Wohneinheiten realisieren? Das Bauprojekt soll dabei helfen, ein drängendes Problem des Tourismusorts zu lösen: Viele Familien, mittlerweile bereits aus dem Mittelstand, können sich eine Mietwohnung mit gutem Standard und genügend Fläche nicht mehr leisten – wie in St. Moritz. Besonders hart treffe es junge Einheimische, die nach der Ausbildung im Unterland in die Heimat zurückkehren und eine Familie gründen wollten, schreibt der Gemeindevorstand. Gut ausgebildet und voll erwerbstätig, müssten sie auf dem Wohnungsmarkt oft mit finanzkräftigen Zuziehenden konkurrieren, die in Laax einen Zweitwohnsitz errichten und dafür Wohnungen aus dem «Altbestand» aufkaufen wollten. Der Vorstand wolle deshalb für Leute mit «kleineren und mittleren» Löhnen bezahlbaren Wohnraum mit ausreichend Platz für Familien erstellen. Das 8,8-Millionen-Haus soll – so der Souverän Ja sagt – Ende August 2024 bezogen werden können.

«Damit nicht getan»

Aber: «Mittel- und langfristig wird es damit nicht getan sein», heisst es in der Botschaft. Deshalb schlägt der Vorstand vor, eine Bauparzelle in Cons für Einheimische einzuzonen. Dadurch könnten elf Bauplätze für Einfamilien- und drei für Mehrfamilienhäuser geschaffen werden. Ausserdem reserviert die Kirchgemeinde zwei weitere Parzellen für die Gemeinde. Nicht zuletzt denkt Laax daran, Wohnraum für Angestellte aus dem Tourismus- und Bausektor zu errichten. Auf einer Parzelle in Pardanal soll ein Personalhaus entstehen. (jfp)

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