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Schweiz und Welt

Laax blitzt mit Kreisel-Plan vor Bundesgericht ab

Südostschweiz
27.02.2020, 04:30 Uhr
vor 30 Minuten

Die Dekoration des Kreisels Marcau in Laax sorgt für viel Gesprächsstoff. Auf dem Kreisel auf der Oberalpstrasse soll eine Skulptur eines Knotens mit vier Enden stehen. Das möchte jedenfalls die Gemeinde. Das Problem: Die Enden des Knotens sollen mit dreidimensionalen Schriftzügen versehen werden, die für die vier Quartiere der Gemeinde stehen – Salum, Cons, Vitg und Murschetg.

Eben diese vier Schriftzüge könnten potenziell gefährlich sein, hat nun das Bundesgericht in Lausanne laut der Nachrichtenagentur sda-Keystone entschieden. Sie könnten die Verkehrsteilnehmer ablenken. Bereits eine «nicht einmal in der Regel eintretende Gefährdung» reiche aus, um die Verkehrssicherheit beeinträchtigen zu können.

Der Fall landete vor Bundesgericht, weil bereits zuvor das Tiefbauamt Graubünden keine Bewilligung für das Vorhaben erteilt hatte. Das war im Februar 2018, Auch vor dem Bündner Verwaltungsgericht ist die Gemeinde Laax mit ihrem Gestaltungsvorschlag für den Kreisel Marcau abgeblitzt. Die Schriftzüge könnten mit offiziellen Verkehrssignalen verwechselt werden, hiess es damals.

Der gordische Kreiselkunstknoten

Ebenfalls abgewiesen hat das Bundesgericht eine Rüge der Gemeinde Laax. Sie war der Meinung, dass bereits andere Kreisel bewilligt worden seien, die ebenfalls Schriftzüge ausweisen würden. Als Beispiel verweist sie auf einen Kreisel in Tiefencastel. Dort steht in der Kreiselmitte ein Bund mit gelb-schwarzen Halmen aus quaderförmigen Elementen. Darauf sind kleine Buchstaben, Zahlen und Symbole zu finden.

Für das Bundesgericht ist für die Verkehrsteilnehmer bei dem Kreisel in Tiefencastel auf den ersten Blick erkennbar, dass es nicht um offizielle Informationen zum Strassenverkehr handle – im Gegensatz zu dem von der Gemeinde Laax geplanten. Ausserdem stehe der Bund aus Halmen im Zentrum des Kreisels. (so)

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