Königswürde im Visier und Revanchen auf dem See
Der zweite White Turf-Renntag 2026 vereint 39 Pferde aus vier Nationen auf dem gefrorenen St. Moritzersee. 28 Schweizer treffen auf elf Gäste aus Deutschland, England und Frankreich.
Insgesamt werden 104'000 Franken Preisgeld ausgeschüttet. Im Fokus stehen das Skikjöring mit Blick auf die UBS Skikjöring Trophy sowie der 25'000-Franken-Sprint über 1300 Meter.
Valeria Selina Walther im Skikjöring
Das Skikjöring ist die Königsdisziplin des White Turf. Die UBS Skikjöring Trophy wird als Gesamtwertung über alle drei Renntage vergeben – der oder die Punktbeste darf sich für ein Jahr «König» oder «Königin des Engadins» nennen. Nach ihrem Auftaktsieg mit Almacado Gree führt Valeria Selina Walther, Königin von 2023, die Wertung an. Der Wallach dominierte beim ersten Renntag und gilt erneut als Referenz.
Hinter Walther liegen Silvio Staub mit Hasta La Vista sowie Altmeister Erich Bottlang mit Ispahan in Lauerstellung. Beide sammelten wertvolle Punkte. Unter Zugzwang steht Valeria Schiergen, die Königin der letzten beiden Jahre. Mit dem grossen Favoriten Alpenjäger blieb sie als Letzte überraschend ohne Chancen. Eine Steigerung ist am Sonntag aus der innersten Startboxe durchaus möglich.
Tyson gegen Rogue Spirit
Im mit 25'000 Franken dotierten Sprint kommt es zur Neuauflage des Duells vom ersten Sonntag: TYSON (Pablo Werder) gewann mit etwas mehr als einer Länge Vorsprung, Rogue Spirit belegte Rang zwei. Nun tragen beide Höchstgewicht, was die Ausgangslage zusätzlich würzt. Der englische Gast Fandom bringt internationale Klasse mit, läuft jedoch erstmals auf Schnee und zeigte zuletzt wenig Form. Beau Gars und Scipio bringen solide Gesamtformen mit und könnten bei passendem Rennverlauf vorne mitmischen.