Klimamarsch über Wanderwege ist eine Option
Das Kollektiv «Strike WEF» plant zu Beginn des diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos einen Klimamarsch. Drei Tage lang wollen die Klimaaktivisten unterwegs sein und in drei Etappen von Landquart bis Schiers, von Schiers bis Klosters und zuletzt von Klosters nach Davos wandern. Am 9. Januar haben sie dafür bei den Bündner Behörden ein Gesuch eingereicht.
Die Regierung teilte am Mittwoch schliesslich mit, dass die Winterwanderung nur teilweise und unter Auflagen bewilligt werde. Da zwischen Klosters und Davos die Kantonsstrasse die einzige Verbindung zwischen Prättigau und Landwassertal sei, und diese Strasse auch als Rettungsachse fungiere, hätten die Behörden entschieden, keine Bewilligung für diesen letzten Streckenabschnitt zu erteilen. Ausserdem erwarte man an jenem Tag ein hohes Verkehrsaufkommen.
Alternativen werden gesucht
Man habe wenig Verständnis dafür, dass der rollende Verkehr an das WEF Vorrang geniesse, sagt das Kollektiv nun. Besonders, wenn man die Dringlichkeit der Klimakrise in Betracht ziehe. «Es ist schade», sagt deshalb Payal Parekh, Mediensprecherin von «Strike WEF» auf Anfrage von Radio Südostschweiz. «In der Verfassung steht, dass wir das Recht haben, zu demonstrieren. Schade, dass die Behörden den Anliegen der WEF-Teilnehmer eine höhere Priorität zuweisen als unseren.»
Das Kollektiv schaue nun, welche Optionen und Möglichkeiten ihnen sonst offen stünden. Auch einen Marsch über Wanderwege schliesse man nicht aus, denn das sei nicht Bewilligungspflichtig. «Die Sicherheit der Teilnehmer hat aber oberste Priorität. Momentan herrscht jedoch keine Lawinengefahr», so Parekh. «Wir sind kreativ. Aber natürlich respektieren wir die Behörden und sind auch weiterhin mit ihnen in Kontakt.»