Klaebos neunte Goldene bei Norwegens Favoritensieg
Norwegen mit Johannes Klaebo, der das neunte Olympia-Gold gewinnt, bleibt in der Staffel wie erwartet unangetastet. Das Schweizer Quartett auf Platz 9 lässt nur enttäuschende Schweden hinter sich.
Das Team Schweiz, in dem Noe Näff kurzfristig für den gesundheitlich angeschlagenen Janik Riebli als Schlussläufer einspringen musste, zeigte eine den (bescheidenen) Erwartungen entsprechende Leistung. Dass die vier in den Kampf um die Plätze hinter Klaebo und Co. nicht würden eingreifen können, zeichnete sich spätestens nach der ersten Ablösung von Valerio Grond an Nicola Wigger ab. Der Zürcher Oberländer konnte das Tempo mit den ersten Verfolgern der Norweger nicht mitgehen; er schickte nach getaner Arbeit Beda Klee mit etwas mehr als 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf die Reise.
Näff startete mit rund anderthalb Minuten Rückstand zu seinen zwei Runden auf Platz 7, musste dann aber noch die Kontrahenten aus Tschechien und Deutschland passieren lassen. Immerhin blieb den Schweizern die Schmach der Letztklassierten erspart. Schwedens Formation war an diesem Tag noch schwächer.
Von einem Coup, wie er vor elf Monaten an der WM in Trondheim mit dem Gewinn der Silbermedaille gelungen war, waren die Athleten von Swiss-Ski weit entfernt. Es wäre auch vermessen gewesen, Ähnliches an diesem Sonntag zu erwarten, denn die damalige Aufstellung hatte mit dem Quartett, das am Sonntag antrat, nur wenig gemein. Übrig blieb vom WM-Team einzig Grond. Jonas Baumann trat nach der letzten Saison zurück, Cyril Fähndrich und Jason Rüesch konnten sich nicht für Olympia qualifizieren.
Der erwartete Sieg der Norweger konkretisierte sich schon vor der Hälfte des Rennens. Martin Nyenget als zweiter Läufer der favorisierten Equipe vermochte sich im letzten Teil seines Pensums aus der Spitzengruppe abzusetzen; er übergab mit zehn Sekunden Vorsprung an Einar Hedegart.