Velokino: Erlebnis der besonderen Art
Bestes Sommerwetter, erschöpfte Wädli und strahlende Gesichter – das war das erste Velokino in Davos. «Auf dem Arkadenplatz fanden wir die perfekte Infrastruktur für einen unvergesslichen Kinoabend vor», erklärt Cédric Kleeb von «Pro Velo Graubünden».
Das Velokino ist aber mehr als nur ein Kino für Velofahrende. Beim Velokino produzieren die Zuschauenden mit ihren Velos selber den benötigten Strom, um Musikanlage, Beamer und Computer zu betreiben. Dafür müssen während des Films jeweils knapp zehn Personen in die Pedalen treten. Die zehn Velos werden auf Rollen eingespannt, wobei die Rolle am Hinterrad kinetische Energie abnimmt und anschliessend in Strom umwandelt. Dieser Strom speist anschliessend einen Akku und versorgt darüber Laptop, Beamer und Soundanlage. Die aktuelle Leistung der einzelnen Velofahrenden und der ganzen Gruppe wird in einem Balken am oberen Rand der Projektion angezeigt. So weiss die Gruppe zu jeder Zeit, ob ihre Leistung für den Betrieb des Kinos genügt oder ob sie noch einen Zacken zulegen muss. Doch das war in Davos kein Problem: Die offensichtlich fitten Gäste haben schlussendlich mehr Strom produziert, als für das Abspielen des Films nötig gewesen wäre.
Ziel ist die Sensibilisierung, aber auch das Gemeinschaftsgefühl
Das Ziel des Velokinos ist es einerseits, dafür zu sensibilisieren, wie viel Strom die von uns im Alltag oft benutzten elektrischen Geräte eigentlich verbrauchen und wie viel Arbeit es bedeutet, diese elektrische Energie selbst herzustellen. Dazu kommt der alles entscheidende Teamgeist; denn nur wenn alle mithelfen und sich die Velofahrenden regelmässig ablösen, schafft es die Gruppe, genügend Strom zu produzieren. Das Velokino in Davos war ein voller Erfolg. Pro Velo Graubünden hofft, diesen tollen Event auch nächsten Sommer wieder durchführen zu können.
Weitere Informationen zum Anlass: www.provelogr.ch/velokino