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Schweiz und Welt

Kein Schulterschluss der Bürgerlichen

Olivier Berger
27.01.2020, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die CVP kämpfe nicht allein für ihre eigene Rückkehr in den Churer Stadtrat, sondern auch für eine bürgerliche Mehrheit in der Exekutive, hatte Gemeinderat Romano Cahannes bei der Vorstellung von CVP-Stadtratskandidatin Sandra Maissen am Mittwoch erklärt. Er «lade die übrigen bürgerlichen Parteien regelrecht ein», Maissens Kandidatur zu unterstützen.

Auf den Support von BDP und FDP kann sich die CVP schon einmal freuen. Beide Parteien haben diese Woche beschlossen, Maissens Kandidatur zu unterstützen. Die BDP verzichtet gar auf eine eigene Kandidatur für die Stadtregierung; die FDP steigt mit dem amtierenden Stadtpräsidenten Urs Marti ins Rennen.

Entscheid der Mitglieder

Trotz der Unterstützung durch FDP und BDP wird aus dem grossen bürgerlichen Schulterschluss bei den diesjährigen Stadtratswahlen nichts. «Wir werden mit einer eigenen Kandidatin oder einem Kandidaten antreten», betonte SVP-Stadtpartei-Präsident Mario Cortesi auf Anfrage. Das habe die SVP bereits früher angekündigt. Maissens Nomination durch die CVP habe an der Ausgangslage nichts geändert, erklärte Cortesi.

Die Frage einer möglichen bürgerlichen Allianz sei an der Mitgliederversammlung der SVP zwar diskutiert worden, so Cortesi weiter. «Die Mitglieder haben sich aber klar und deutlich für eine eigene Kandidatur der SVP entschieden.»

Mit wem die SVP bei den Wahlen vom 5. Juni ins Rennen um einen der drei Stadtratssitze steigt, ist derzeit noch nicht bekannt. «Es finden nach wie vor Gespräche statt», sagte Cortesi. «Wir werden aber bald informieren.»

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