Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

Kein einfaches Rezept gegen das «Lädelisterben»

Südostschweiz
05.09.2019, 14:07 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Chur kann von den Auswirkungen von Digitalisierung und Online-Handel ein Lied singen. Das «Lädelisterben» zieht auch an Chur nicht spurlos vorbei. In den letzten Jahren mussten einige Detailhändler der Altstadt ihr Ladenlokal räumen. Zum Thema Strukturwandel und darbende Zentren wurden nun am Donnerstag an der Generalversammlung des Schweizerischen Städteverbandes in Chur diverse Referate angeboten. Unter anderem hielt auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga eine Ansprache. Alice Hollenstein von der Universität Zürich gab Empfehlungen aus Sicht der urbanen Psychologie ab.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es kein einfaches Rezept zur Stärkung der Zentren gibt, wie es in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Städteverbandes heisst. Wichtig sei, die zahlreichen Ansätze, die jede Stadt entsprechend ihrer Situation und Strategie kombinieren und ausgestalten könne, zu nutzen. Der Churer Stadtpräsident, Urs Marti, sagte gegenüber dem Schweizerischen Städteverband: «Überall dort, wo die Städte mit Kreativität und Unkompliziertheit den Veränderungen begegnen, werden neue Modelle gefunden.»

Kurt Fluri, Präsident des Städteverbandes, sprach den Wandel an: «Mit Werthaltungen, die sich wandeln, ändert sich heute auch grundsätzlich die Art, wie der öffentliche Raum genutzt wird und wie unsere Städte überhaupt genutzt werden.» Konkret heisst dies, man sollte brachliegende Flächen konsequenter nutzen. Plätze und Strassenräume rücken so in den Fokus der Stadtentwicklung. Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, reichen die Lösungsansätze von der langfristigen Stadtplanung, über Temporärnutzungen bis hin zur Spontanaktion. (mma)

Mehr zum Thema: Chur
Kein einfaches Rezept gegen das «Lädelisterben» | Südostschweiz