Kantonsspital Graubünden blickt zufrieden auf das vergangene Jahr
Das Kantonsspital Graubünden hat auf das Geschäftsjahr 2021 zurückgeblickt und Bilanz gezogen. Wie es in einer entsprechenden Medienmitteilung vom Donnerstag heisst, hat das Kantonsspital Graubünden im Jahr 2021 einen Betriebsertrag von 412 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 46 Millionen Franken mehr als noch im ersten Pandemiejahr 2020. Gestiegen sind auch Personal- und Sachaufwand und zwar um 30 Millionen Franken auf 382,4 Millionen Franken. In diesen Werten enthalten sind auch die Erträge und Aufwände der Klinik Gut AG, die das Kantonsspital Graubünden im November vergangenen Jahres übernommen hatte. Auf Stufe Gewinn resultierte ein Betriebsergebnis (Ebitda) von knapp 30 Millionen Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im Vorjahr und nahe an den Betriebsergebnissen vor der Pandemie.
Bei der Anzahl der behandelten Patientinnen und Patienten blickt das Kantonsspital Graubünden auf ein neues Allzeithoch zurück. Die Anzahl von stationären Patienten nahm um gut neun Prozent zu, bei den ambulanten Fällen war sogar eine Zunahme um mehr als 51 Prozent zu verzeichnen.
Zwei wichtige Entscheidungen
2021 fällte das Kantonsspital Graubünden laut Mitteilung zwei wichtige Entscheidungen für die Zukunft. Mit dem Kauf der Klinik Gut AG mit Kliniken in St. Moritz und Fläsch hat zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz ein grosses Zentrumsspital eine private Klinikgruppe übernommen. Zusammen gehörten die beiden im Bereich der Orthopädie und Traumatologie zu den ganz grossen Anbietern der Schweiz. Der zweite wichtige Entscheid betrifft das Spital Walenstadt: Das Kantonsspital Graubünden will dort ab dem kommenden Jahr eine stationäre und medizinische Versorgung anbieten. Dem muss allerdings noch die Regierung und der Kantonsrat des Kantons St. Gallen zustimmen. (red)