Kantonsregierung genehmigt diverse Schutzbauprojekte
In ihrer Mitteilung vom 24. Juni informierte die Bündner Regierung über zahlreiche Entscheide, die auch für die Gemeinde Davos von Bedeutung sind.
Der Chummerbach hat eine Einzugsgebietsfläche von rund 6,5 Quadratkilometern und fliesst direkt in das Landwasser. Der Bach blieb lange Zeit unverbaut. Aufgrund eines Murgang-ereignisses im Jahr 1998, das Siedlungen und Infrastruktur beschädigte, wurde in der Folge ein Geschieberückhaltebecken errichtet. Dazu wurde ein Bachabschnitt unterhalb des Beckens mit Schwellen und Uferverbauungen gesichert.
Obwohl sich dieses Verbauungssystem seither gut bewährt hat, zeigten die neusten technischen Überprüfungen gewisse Defizite. Nach einem heftigen Gewitter im Juli 2020 wurden die Verbauungen beschädigt. Um den Hochwasserschutz auch in Zukunft sicherzustellen, sollen die Bauobjekte repariert und modifiziert werden. So wird unter anderem die Bachsohle von bisher 8 Meter auf bis zu 25 Meter verbreitert. Bund und Kanton beteiligen sich an der Finanzierung des Projekts mit wasserbaulichen Beiträgen. Der Bundesbeitrag beläuft sich auf 1015000 Franken, der Kantonsbeitrag auf 580000 Franken. Neben dem Wasserbauprojekt wird auch die Landwasserstrasse geschützt. Daher bewilligt die Regierung zudem nach Strassengesetz einen zusätzlicher Kantonsbeitrag in der Höhe von 130500 Franken für die Verbauung. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 2,9 Millionen Franken.
Auch Bildjibach-Projekt genehmigt
Die Regierung genehmigt ein Projekt zur Verbauung des Bildjibachs in Davos. Einem heftigen Gewitter im Juli 2020 hielt das bestehende Verbauungssystem stand und erfüllte seinen Zweck. Umliegende Siedlungen und Infrastrukturanlagen wurden nicht beschädigt. Bei der neusten technischen Überprüfung des bestehenden Systems zeigten sich jedoch gewisse Defizite. Das Hochwasser im Sommer 2020 beschädigte teilweise die Bachverbauungen. Um den Hochwasserschutz auch zukünftig sicherzustellen, sollten die Verbauungen saniert werden. Bund und Kanton beteiligen sich an der Finanzierung des Projekts mit wasserbaulichen Beiträgen. Der Bundesbeitrag beläuft sich auf rund 605500 Franken, der Kantonsbeitrag auf rund 346000 Franken. Neben dem Wasserbauprojekt wird auch die Landwasserstrasse geschützt. Daher bewilligt die Regierung zudem nach Strassengesetz ein zusätzlicher Kantonsbeitrag in der Höhe von rund 78000 Franken für die Verbauung. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 1,7 Millionen Franken.