Kantone können für Umgang mit dem Wolf ihr Personal aufstocken
Die Kantone Graubünden, Wallis und Waadt können dank neuer Bundeshilfen für den Umgang mit dem Wolf zusätzliche Stellen finanzieren. Seit dem vergangenen Jahr erhalten sie bis zu 30'000 Franken pro Jahr und Rudel.
Die Gelder sind in der Programmvereinbarung «Wildtiere» des Bundes vorgesehen, die im vergangenen Jahr überarbeitet wurde, um Ziele für das Management von Grossraubtieren aufzunehmen. Sie wurde für den Zeitraum von 2025 bis 2028 unterzeichnet.
Als grösster Empfänger dieser Beihilfen erhielt der Kanton Wallis im vergangenen Jahr insgesamt 360'000 Franken. Es folgten Graubünden mit 315'000 Franken, der Kanton Waadt mit 105'000 Franken und Neuenburg mit 15'000 Franken.
135'000 Franken wurden in der Zentral- und Ostschweiz (GL, OW, SG) verteilt, während das Tessin 150'000 Franken erhielt. Insgesamt zahlte der Bund im vergangenen Jahr 1'080'000 Franken an acht Kantone aus.
Für die gesamte Laufzeit des Programms stellt der Bund 4,32 Millionen Franken zur Verfügung. In der Vereinbarung ist festgelegt, dass diese Beträge je nach Anzahl der im Gebiet jedes Kantons ansässigen Rudel angepasst werden können, da diese «starken Schwankungen unterliegen» können.
Neue Stellen für Spezialisten
Im Wallis konnten mit diesen Mitteln vier Stellen für «Wolfsspezialisten» geschaffen werden. «Diese 3,2 Vollzeitstellen werden vollständig vom Bund finanziert», sagt Nicolas Bourquin, Leiter der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere des Kantons, zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Aufgabe dieser Spezialisten werde es sein, mithilfe von Fotofallen, Spuren- und Kotuntersuchungen an der Überwachung der Wölfe mitzuwirken. Ausserdem müssen sie die Kadaver angegriffener Tiere begutachten und Regulierungsabschüsse vornehmen. Ihr Dienstantritt ist frühestens für den Mai geplant, so Bourquin.