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Schweiz und Welt

Kantonaler Führungsstab rüstet sich für zweite Welle

Südostschweiz
23.10.2020, 11:31 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Der Kanton Graubünden verzeichnete am Donnerstag den bisher stärksten Anstieg an Neuinfizierten seit Beginn der Pandemie. 91 Personen wurden innerhalb eines Tages positiv getestet. Die Spitalauslastung sei aber derzeit immer noch tief, wie das Bündner Gesundheitsamt in einer Mitteilung schreibt. Die Spitäler hätten sich aufgrund der Erfahrungen vom Frühling auf einen Anstieg der Spitaleinweisungen vorbereitet.

Der kantonale Führungsstab (KFS) sei bereit, einen weiteren Einsatz zu leisten. Die Bündner Behörden wollen zudem besser kommunizieren, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Das Gesundheitsamt habe deswegen die Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons ausgebaut. Informationen zu Quarantäne, Isolation und geltenden Massnahmen gibt es via Infoline und auf der Webseite des Kantons.

30 Prozent der Infizierten befinden sich vorsorglich in Quarantäne

Immer wieder kam in den letzten Wochen die Frage auf, wie effektiv das Contact Tracing tatsächlich funktioniert. Wie das Gesundheitsamt nun schreibt, seien 30 Prozent aller positiv getesteten Personen in Graubünden schon präventiv in Quarantäne. Das Contact Tracing kann also im Schnitt einen Drittel aller potenziell Infizierten ausfindig machen. Der Kanton stocke das entsprechende Personal immer wieder mit Zivilschützern auf.

«Die Struktur und die Arbeitsweise des KFS sind geeignet, um der Komplexität der gegenwärtigen Situation zu begegnen», heisst es in der Kantonsmitteilung weiter. Man mache sich bereit für einen langen Einsatz. Die Führung des KFS übernehmen Walter Schlegel, Kommandant der Kantonspolizei und Martin Bühler, Amtsleiter Amt für Militär und Zivilschutz. (jas)

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