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Schweiz und Welt

Kanton Glarus will im Bereich Informatik ausbauen

Südostschweiz
21.10.2020, 12:45 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Eine Studie des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) zeigt, dass die Ausbildung von Informatikern mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) im Vergleich mit anderen Lehrberufen sehr aufwändig ist. Es handele sich um einen neuen Beruf und die Ausbildungsplätze seien nach wie vor rar. Im Kanton Glarus besteht gemäss einer Erhebung des Departementes Bildung und Kultur Potenzial, allerdings sei seitens des Kantons ein verstärktes Engagement vonnöten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Impulsprogramm in den nächsten Jahren

Das erste Massnahmenpaket der Glarner Regierung sieht folgende Schwerpunkte vor:

  • Verbesserung der Information über ICT-Lehrberufe an der Volksschule
  • Kombination von Schnupperlehren mit Berufswahlinformationen an der Volksschule
  • Förderung von ICT-Lehrstellen
  • Kostenloser Basissupport insbesondere neuer Lehr- und Ausbildungsbetriebe
  • Förderung von Praktikumsstellen durch Aufbau eines Netzwerks

Neben dem Kanton wird sich auch die ibw Höhere Fachschule Südostschweiz in zumindest demselben Umfang an diesem Mandat beteiligen, da auch ausserkantonale Studierende und Betriebe für die Bildung einer Klasse in Ziegelbrücke relevant sind.

Wer fördert, soll unterstützt werden 

Durch einen Beitrag an Betriebe, welche ihre Mitarbeitenden/Praktikanten in eine Ausbildung in HF Informatik oder Wirtschaftsinformatik in Ziegelbrücke schicken, soll der Kanton einen Teil des Arbeitsausfalls aufgrund der Ausbildung mittragen. 

Für den Ausbildungsbeginn 2021 bis 2024 wird ein zusätzlicher Kantonsbeitrag an Zentren für überbetriebliche Kurse oder ähnliche Institutionen von 50 Franken pro Glarner Lernendem ausgerichtet. Dies sofern zusätzlicher ICT-Stoff vermittelt wird. (so)

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